Auslandsinvestitionen bleiben auf hohem Niveau
Die Managementberatung ATKearney hat in einer Studie die geplanten direkten Auslandsinvestitionen auf Basis des von ihr berechneten Foreign Direct Investment (FDI) Confidence Index untersucht. Der Index basiert auf Befragungen von Unternehmen weltweit zur Wahrscheinlichkeit eigener direkter Investments innerhalb der nächsten drei Jahre. Der Indexwert jedes Landes ergibt sich aus den Antworten von Investoren, die ihren Hauptsitz außerhalb dieses Landes haben. Hohe Indexwerte kennzeichnen attraktive Investmentziele.
In 2015 näherten sich die FDIs dem Peak aus 2007 und erreichten 1,7 Billionen USD. In 2016 schätzen 44 % der befragten Investoren den Auslandsmarkt pessimistischer ein, dennoch ist die Mehrheit insgesamt positiv gegenüber FDIs eingestellt. Insgesamt wird der ehemals hohe Anteil von Emerging-Markets-Investitionen in diesem Jahr durch die Developed Markets verdrängt, die 80 % des Index einnehmen. Die oberste Position des Index wird 2016 weiterhin von der USA belegt, gefolgt von China. Das Vertrauen in den US-amerikanischen Markt ist gewachsen. Trotz der jüngsten politischen sowie gesellschaftspolitischen Unruhen in Europa bleibt auch der europäische Investitionsmarkt attraktiv für ausländische Investoren, mit leicht steigendem Interesse. Europäische Länder nehmen mehr als 50 % des Indexes ein. Allerdings sehen die Autoren derzeit Bedenken aufgrund eines möglichen Brexits.
Quelle: ATKearney
Der FDI Confidence Index Score liegt im Jahr 2016 mit einem Wert von 1,56 deutlich niedriger als in den Vorjahren, wo er 1,75 erreichte. Die Mehrheit der Investoren will demnach zunächst die weitere globale Entwicklung abwarten. 
Quelle: ATKearney
Als Gründe für die Ausweitung der direkten Auslandsinvestitionen werden u.a. high-quality Investments, das gesamtwirtschaftliche Umfeld sowie vorteilhafte Wechselkurs-Effekte genannt. Geopolitische Spannungen verunsichern auch weiterhin die Anleger und stellen das größte Risiko dar. Weitere Unsicherheitsfaktoren sind die politische und ökonomische Instabilität der Emerging Markets sowie eine ökonomische Krise in den Developed Markets.
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