Aufwärtstrend für Private Equity in Deutschland
Die Zahl der geschlossenen Private Equity Fonds in Deutschland hat sich gegenüber den Vorjahren in 2005 deutlich erhöht. Auch beim Fundraising ist eine Belebung des Marktes zu verspüren. Bereits in den ersten neun Monaten 2005 wurden 966 Mio. Euro eingeworben. Dies bedeutet fast eine Verdoppelung gegenüber den Zahlen für das gesamte Jahr 2004.
Die Ergebnisse stammen aus der Studie "Fundraising 2005 - Einschätzung der aktuellen Fundraising-Situation deutscher Private Equity-Gesellschaften" des Bundesverbandes deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V. (BVK). Auch international ist ein deutlich positiver Trend auf den Private Equity-Märkten zu erkennen. So übertraf in den USA das Fundraising mit 71,4 Mrd. USD für die ersten neun Monate 2005 bereits die Zahl aus dem Jahre 2004. In Europa stagniert das Fundraising laut BVK allerdings seit drei Jahren, auch wenn hier für 2005 eine Verbesserung erwartet wird.
Bei der BVK-Studie wurden insgesamt 102 Beteiligungsgesellschaften befragt, wobei hiervon 49 Early Stage- und 53 Later Stage bzw. Buy-out-Gesellschaften waren. Die Stimmung bei den Unternehmen ist positiv: "Fast drei Viertel der befragten Gesellschaften sehen sogar eine deutliche (11) oder zumindest eine leichte Besserung (60)."
Zu den wichtigsten Investoren zählten in Deutschland vor allem Banken und Versicherungen. Durch die Internationalisierung der Branche fällt das Augenmerk der Private Equity-Gesellschaften zunehmend auch auf ausländische Investoren, insbesondere Fund of Funds und Pensionskassen, so der BVK.