Aufsicht über Schattenbanken verstärken
Das CFA Institute hat in einer aktuellen Studie Schattenbanken weltweit untersucht und verschiedene regulatorische Vorschläge unterbreitet, durch die sich die Marktintegrität verbessern lässt. Schattenbanken bezeichnen Kreditintermediäre jenseits des offiziellen Bankensystems, dazu gehören unter anderem in den Industrieländern Geldmarktfonds, die einlagennahe Eigenschaften aufweisen, Hedgefonds, welche oftmals stark gehebelt investieren, und Verbriefungsvehikel, die Kreditrisiken verteilen. In Asien gibt es noch eine Reihe anderer Formen, etwa Darlehensgesellschaften, die keine Banken sind, oder Mikrofinanzinstitute. Der globale Umfang der Schattenbanken wird per 2013 auf 75 Billionen US-Dollar geschätzt, was 120 % des weltweiten BIP bzw. 56 % aller Bank-Assets entspricht.
Quelle: CFA Institute
In einer Umfrage unter 625 Investment Professionals haben sich vier Kernthemen ergeben, an denen neue Regularien ansetzen sollten. Dabei ist eine breite Mehrheit der Ansicht, dass eine verstärkte Regulierung der Schattenbanken notwendig ist. Die Vorschläge umfassen die grundsätzliche Verbesserung der Transparenz und Ausweispflichten im Markt für Schattenbanken. Im Bereich der Geldmarktfonds sollen künftig Liquiditäts-Risikomanagementsysteme entwickelt werden und Risiken stärker betont werden. Weiterhin wird es als sinnvoll erachtet, bei Verbriefungen verstärkt einheitlichere und einfachere Strukturen zu verwenden. Um die starke Leverage im Finanzsystem zu verringern, gilt es ferner, ein robustes Regelwerk für die Verwendung von Collaterals zu schaffen, insbesondere für deren Mehrfachverwendung. Abschließend wird gefordert, generell die Datensammlung und die Aufsichtskapazitäten bei Schattenbankenaktivitäten und -exposures zu verbessern.