Asset Manager weitgehend unbesorgt bezüglich der AIFM-Direktive
Asset Manager sind gegenwärtig weitgehend unbesorgt bezüglich der geplanten Regulierung von alternativen Investments in Europa, die unter dem Begriff der Alternative-Investment-Fund-Managers-Direktive zusammengefasst ist. Die Mehrheit der Manager will erst die endgültige Fassung abwarten, bevor sie eine Entscheidung über die strategische Ausrichtung ihrer Unternehmen und Fonds vornehmen. Dies geht aus der aktuellen Studie "Feeling the heat? Alternative Investment Fund Managers Directive - Asset Managers Global Survey" von KPMG hervor.
So gaben rund 58% der Manager an, dass die Umsetzung der AIFMD für sie keine Rolle spielt, weitere 32% würden erst die endgültige Fassung abwarten bevor sie über Repositionierung ihres Unternehmens entscheiden. Bezüglich ihrer Produkte spielt für 39% die AIFMD keine Rolle, hier wollen 50% der Manager die endgültige Fassung abwarten.
Quelle: KPMG
Wie obenstehende Grafik zeigt, sind insbesondere die Manager aus den EU-Staaten zuversichtlich bezüglich der AIFMD. 37% wollen auf keinen Fall ihr Domizil ändern, 58% warten auf die endgültige Fassung. Bei Managern außerhalb der EU ist die Meinung in beiden Extremen stärker, 53% würden auf keinen Fall ihr Domizil ändern, 31% erwägen dies aufgrund der AIFMD. Auch gehen von den EU-Managern 71% davon aus, das AIFMD-Regime nutzen zu wollen, nur 7% wollen ausschließlich das Private-Placement-Regime nutzen.
Quelle: KPMG
Nachteile werden eher auf der Seite der Investoren gesehen. 43% der Befragten geht von weniger Investmentmöglichkeiten durch die AIFMD aus, 54% von höheren Kosten. Ebenso sehen 65% durch die Direktive die Wachstumsaussichten der Branche beeinträchtigt.
Einen umfangreichen Artikel zur AIFMD finden Abonnenten des Absolut|report in der aktuellen Ausgabe 2|2010 unter dem Titel "Auswirkungen der AIFM-Richtlinie auf institutionelle Investoren" ab Seite 54.