Asset Manager unzufrieden mit Corporate-Bond-Indizes
Für eine Studie hat das Edhec Risk Institute im vergangenen Jahr Asset Manager weltweit zu Indizes für Unternehmensanleihen befragt. Nur 41 % der Befragten sind demnach zufrieden oder sehr zufrieden mit dem Index-Angebot, wie die im Februar veröffentlichte Umfrage zeigt. Das Ergebnis bestätigt damit den Ausgangspunkt der Untersuchung. In einer früheren Studie kam das Institut zu dem Ergebnis, dass Corporate-Bond-Indizes nur selten eine stabile Duration abbilden und daher nicht den tatsächlichen Risikobedürfnissen der Investoren entsprechen. Es besteht ein Trade-off zwischen Investierbarkeit und Stabilität der Risikofaktoren.
Quelle: Edhec Risk Institute
Gleichzeitig sehen rund 80 % der Befragten die immanente Schwierigkeit einen Index zu konstruieren, der hinreichend liquide ist und ein konstantes Risikoniveau abbildet. Der Einsatz von Derivaten könnte hier eine mögliche Lösung des Problems darstellen, allerdings geben nur 57 % der Anleger an, in Derivate investieren zu dürfen. Hinsichtlich des Kreditrisikos gibt nur jeder fünfte an, Ratings als effektiven Maßstab zu betrachten. Zu verzögert und zu ungenau bilden sie das Kreditrisiko ab, so die einhellige Meinung der Befragten.
Quelle: Edhec Risk Institute
Insbesondere im Niedrigzinsumfeld stellen Unternehmensanleihen eine attraktive Alternative zu Staatsanleihen dar. Auch die Nachfrage zu passiven Zugangsmöglichkeiten ist groß. Die grundsätzliche Schwierigkeit der optimalen Indexkonstruktion bremst aber derzeit die Entwicklung auf dem ETF-Markt, schreiben die Autoren. Indexanbieter sind hier gefordert Produkte auf Basis stabiler Risikofaktoren zu entwerfen.