Asset Manager investieren in Schwellenländer und Alternatives
Auf der Suche nach Renditequellen zieht es Asset Manager zunehmend in die Emerging Markets und alternative Anlageklassen. Zu diesem Ergebnis kommt die Jahresanalyse "Asset Management in 2012" von McKinsey, die im Juni veröffentlicht wurde. Demnach befindet sich die vermögensverwaltende Industrie seit der Finanzkrise in einer Phase des strukturellen Umbruchs. Das Wachstum des Sektors ist seit 2007 hauptsächlich auf gestiegene Marktbewertungen zurückzuführen, während die Nettozuflüsse stagnieren und der Marktanteil internationaler Asset Manager insgesamt rückläufig ist.
Quelle: McKinsey (2012)
Im Wettbewerb mit internen Anlageverwaltern in Investmentbanken, Family Offices und Versicherungen investieren Asset Manager daher zunehmend in Schwellenländer. Während in entwickelten Märkten die Assets under Management in der vergangenen vier Jahren um 0,5% sanken, stieg das Volumen, das in Schwellenländern angelegt wurde, um 6,4%. Den größten Nettozuwachs belegt die Studie in Osteuropa und Russland, gefolgt von Lateinamerika.
Quelle: McKinsey (2012)
Der Blick auf die Asset-Klassen zeigt, dass mit den Marktwertverlusten der Finanzkrise der Trend deutlich zu einem größeren Exposure in Alternatives geht. Zwischen 2005 und 2011 verdoppelte sich das Marktexposure auf 5 Billionen Euro. Das Wachstum wird sich den Autoren zufolge fortsetzen und Investitionen in Hedgefonds, Private Equity Fonds, Rohstoffe und ähnliche Asset-Klassen immer mehr zum Mainstream werden. Es bleibt jedoch abzuwarten, in wie weit diese Entwicklung durch regulatorische Eingriffe gebremst werden wird, heißt es in der Studie.
Ebenfalls geht McKinsey davon aus, dass der ETF-Markt weiter an Bedeutung gewinnen wird. Steigende Nachfrage von Investoren, Skaleneffekte bei den Anbietern und die Kostenstruktur werden die Produktinnovation weiter vorantreiben und könnten das Volumen binnen fünf Jahren verdoppeln. Auch hier bietet sich enormes Wachstumspotenzial in Schwellenländern.