23.07.2025 | Absolut|ranking

Asset Flows in europäische Aktienstrategien – der Trump-Effekt?

Zwischen Mitte 2022 und Ende 2024 haben sich Aktienstrategien mit Fokus auf die Region Europa bei Investoren keiner besonderen Beliebtheit erfreut. In Summe wurden von Juli 2022 bis Dezember 2024 rund 53 Mrd. Euro abgezogen. Nur in vier Monaten gab es netto Mittelzuflüsse, die jedoch meist schon im Folgemonat durch größere Abflüsse revidiert wurden. 

Im Januar 2025 begann jedoch eine Trendumkehr, die sich zunehmend verfestigt. Im ersten Halbjahr flossen europäischen Aktienstrategien 19,7 Mrd. Euro zu. Die Vermutung liegt nahe, dass dies zum Teil eine Reaktion auf die von US-Präsident Trump ausgelöste wirtschaftliche Unsicherheit ist: Im Februar wurden insbesondere Zölle gegen Kanada und Mexiko verkündet, Anfang April folgte der „Liberation Day“. Hinzu kommen u. a. Aspekte wie das hohe US-Bewertungsumfeld und die expansivere Fiskalpolitik in Europa, die Chancen für die Kursentwicklung eröffnet.
 


Es fällt auf, dass von den Mittelabflüssen ab Mitte 2022 nahezu ausschließlich aktive Strategien betroffen waren. Indexfonds und ETFs konnten bis Ende 2024 leichte Zuflüsse vereinnahmen. Die erheblichen Zuflüsse im laufenden Jahr entfielen mit 92 % wiederum zu einem Großteil auf die passiven Produkte. Ähnlich stellt sich dies dar, wenn das prozentuale Wachstum betrachtet wird. 
 

 

Das Top Quartile der Asset Manager mit Fokus auf europäische Aktien analysiert Absolut Research jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Equity Europe.
 


 

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