Asset Allocation bestimmt Erfolg von Yale
Ein Ende 2011 erschienenes Arbeitspapier der UC Davis University stellt die These auf, dass die Top-Performance der Stiftungsportfolios von US-Eliteuniversitäten weniger das Ergebnis von Managerselektion und Alpha-Generierung sei, als vielmehr der strategischen Asset Allocation unter Verwendung von Alternatives. Die beiden Autoren untersuchen mit einem Attributionsmodell die Stiftungsrenditen von einigen hundert Stiftungen über einen Zeitraum von 20 Jahren.
Demnach liegt bei einer Verwendung von lediglich Aktien und Anleihen als mögliche Investments, die durchschnittliche Asset Allocation der Stiftungen bei 60 % Aktien und 40 % Anleihen, was zumeist den Benchmarks entspricht. Die Top-Universitäten weisen ein Alpha von mehr als 2 % p.a. und Performance Persistenz auf.
Quelle: Barber, Wang (2011)
Durch die Integration von Hedgefonds und Private Equity in die Analyse sinkt das Alpha der Top-Universitäten hingegen auf Null. Nach Ansicht der Autoren ist daher die strategische Asset Allocation mit einem hohen Anteil an alternativen Investments Grund für die in der Vergangenheit herausragende Performance.
Quelle: Barber, Wang (2011)
Die Arbeit bietet allerdings auch Ansätze für Kritik. So liegen von den Stiftungen lediglich Jahresdaten bezüglich Asset Allocation und Performance vor. Real Assets wie Rohstoffe und Immobilien werden nicht berücksichtigt, obwohl die beiden Universitäten Yale und Harvard hier Zielallokationen von rund 20 % aufweisen. Der verwendete Hedgefondsindex, der HFRI Fund Weighted Composite, enthält zudem bereits geschlossene Fonds, womit eine Allokation in diese potentiell für Leistung durch Managerselektion stehen kann. Sowohl im Hedgefondsindex als auch im Private-Equity-Index besteht zudem implizit Alpha-Potential, im Gegensatz zu Aktien und Anleihen. Alpha-Generierung durch das Stiftungsmanagement kann also nicht ausgeschlossen werden.