09.10.2018 | Märkte

Ansätze zum Management von Klimarisiken

Das ESG-Research- und Beratungsunternehmen ISS-Ethix zeigt in einem Bericht, wie Investoren bei Aktieninvestments Aspekte des Klimawandels berücksichtigen können. Insgesamt werden zehn verschiedene Ansätze vorgestellt, mit denen der Climate Impact und das Risiko der Investments gemessen und gemanagt werden können. Sie sind drei übergeordneten Zielen zugeordnet: Reduzierung der klimarelevanten Portfoliorisiken, synthetische Dekarbonisierung des Portfolios, Dekarbonisierung des Portfolios und der Wirtschaft.

Zur Reduzierung der klimarelevanten Portfoliorisiken kann z.B. ein Positiv-Screening umgesetzt werden. Hierdurch wird das Exposure der Unternehmen, die eine Entwicklung in Richtung einer Low Carbon Economy unterstützen, vergrößert. Für diesen Ansatz können z.B. entsprechende Indizes genutzt werden.

Bei der synthetischen Dekarbonisierung eignen sich in einem Multi-Asset-Ansatz z.B. Direktanlagen, durch die CO2-Emissionen reduziert werden. Hierzu werden bspw. Investitionen in neue Windanlagen gezählt. Die hierdurch entstanden Emissionsreduktionen werden dann mit den Investitions-bezogenen Emissionen verrechnet.


Quelle: ISS-Ethix

Neben dem verbesserten Risikomanagement und der Reduzierung der CO2-Emissionen, können Investoren auch ihren Einfluss nutzen, um Unternehmen zu mehr Klimaschutz zu bewegen. Es erfolgt dann nicht nur die Dekarbonisierung des Portfolios sondern auch der Realwirtschaft. Hierzu zählt z.B. Engagement, bei dem Investoren proaktiv den Austausch mit dem Unternehmen anstoßen. In Einzelgesprächen, Telefonkonferenzen, Aktionärsanträgen oder über kollektives Engagement können Themen, wie Klimawandelrisiken, transparente Berichterstattung, Emissionsreduktionsziele, Risikoeinschätzung hinsichtlich des 2-Grad-Ziels beim Unternehmen platziert werden. Die Autoren empfehlen, zunächst zu ermitteln, ob die Anlagestrategie Impact- oder Risiko-fokussiert sein soll.


Quelle: ISS-Ethix


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