Ansätze für Impact Investments
Das amerikanische Investment Integration Project (TIIP) und das Investor Responsibility Research Center (IRRC) identifizierten in einem Marktbericht, der im November 2016 veröffentlicht wurde, 10 Methoden, mit denen Impact Investoren ihre ESG-Ziele im Portfoliomanagement derzeit umsetzen. Dazu wurden 28 Investoren und 22 Asset Manager, mit einem Anlagevolumen von 17,3 Billionen US-Dollar befragt und analysiert.
Die 10 nachhaltigkeitsorientierten Methoden beinhalten die Strategien: Zusätzliche Investments (Additionality), Geographischer Fokus (Locality), Investment-Vehikel (Solutions), Umsetzung von Standards (Standard setting), politisches Engagement (Policy), Berücksichtigung verschiedener Ansätze (Diversity of Approach), Stärkung des Finanzsektors (Self-Organization), Vernetzung und Austausch (Interconnectedness), Monetarisierung von ESG (Evaluations) und ESG-Ausrichtung maximieren (Utility).
Quelle: TIIP, IRRC
So wird beispielsweise bei der Methode "Additionality" ein Sektor ausgewählt, der bisher unterversorgt ist. Durch die Investments sollen Mittel bereitgestellt und das Segment gestärkt werden. So kann zum Beispiel mit gezielten Investments einer Gesellschaftsgruppe der Zugang zu Finanzdienstleistungen, Energie oder einer Gesundheitsversorgung ermöglicht werden. Angewendet wird dieses Tool insbesondere von Förderbanken.
Mit dem Tool "Solutions" fokussieren sich Impact Investoren auf gesellschaftliche oder umweltbezogene Probleme, die von erheblicher Dringlichkeit sind. Dazu zählen auch Problemfelder, die häufig noch nicht im Blickfeld der Allgemeinheit sind und dadurch attraktive Investment-Opportunitäten eröffnen. Unter anderem lässt sich eine ESG-Strategie von dem niederländischen Pensionsprovider PGGM zum Tool "Solutions" zuordnen. PGGM nähert sich bei der Auswahl der Segmente an die Nachhaltigkeitsziele der UN (SDG’s) an und fokussiert sich bisher auf die Themengebiete Klimawandel, Wasserknappheit, Gesundheit und Nahrungssicherheit.
Abschließend weisen die Autoren darauf hin, dass anerkannte Guidelines für Asset Ownern and Asset Managern eine wichtige Unterstützung darstellen würden und die Weiterentwicklung deutlich voranbringen würde. Die Entwicklung und Verbreitung solcher Guidelines könnte durch die bereits aktiven und erprobten Impact Investoren umgesetzt werden. Außerdem wäre es hilfreich, Opportunitäten für kollektive Maßnahmen zu identifizieren.
Mit dem Absolut|impact hat Absolut Research im Mai 2016 eine neue Plattform gestartet, die das Spektrum nachhaltiger Investments für institutionelle Investoren abbildet. Die zweite Ausgabe vom Oktober 2016 enthält u.a. Beiträge zur Bedeutung institutioneller Investoren im Markt nachhaltiger Investments, verantwortungsvollem Investieren in Private Equity, Klimarisiken im langfristigen Portfolio sowie rechtlichen Rahmenbedingungen von Energiewende-Investments. Der Absolut|impact zeigt Investoren, wie sie eine positive Wirkung auf ihr Portfolio und gleichzeitig auf die Gesellschaft als Ganzes möglich machen können.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Nachhaltigkeit jeden Monat in den Publikationen Absolut|ranking Sustainability Equity und Sustainability Balanced & Fixed Income. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.