08.05.2013 | Research

Anleihenmanagement mit marktbasierten Indikatoren

Die Nutzung von marktbasierten Indikatoren als Auslöser von Portfolioanpassungen kann zu herben Verlusten führen, zeigt eine Studie von Fitch Ratings für ein Portfolio aus Staatsanleihen der europäischen Peripherie zwischen 2010 und 2012. Zwar liefern etwa Credit Default Swaps (CDS) eine Einschätzung der Kreditwürdigkeit eines Emittenten in Echtzeit, jedoch neigen die Spreads dazu in Krisenphasen schlagartig anzusteigen und das fundamentale Risiko über zu bewerten. Gerade für Investoren mit langfristigem Anlagehorizont sind CDS als Risikomaßstab daher nur bedingt geeignet.


Quelle: Fitch Ratings

Ein Portfolio aus Staatsanleihen von Griechenland (10 %), Irland (4 %), Italien (61 %), Portugal (5 %) und Spanien (20 %) mit einem Exit-Trigger bei CDS-Spreads von jeweils 500 Basispunkten hätte zwischen 2010 und 2012 zu einem kumulativen Verlust von -12,2 % geführt. Ein Trigger bei 300 Basispunkten hätte den Verlust auf -4,8 % begrenzt. Im selben Zeitraum lag die Buy-and-Hold-Rendite trotz Ausfall Griechenlands bei +2,3 %. Die Analyse zeigt, dass sich der Verlust durch Orientierung an CDS-Spreads zwar verringern lässt, in volatilen Marktphasen aber oftmals zu früh ein Verkaufssignal sendet.


Quelle: Fitch Ratings

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