Anlagetrends europäischer Pensionsfonds
Mercer hat die jährliche Studie zur Asset Allocation europäischer Pensionseinrichtungen, die ein Anlagevolumen von insgesamt 1 Bill. Euro repräsentieren, veröffentlicht. Demnach wird ein immer größerer Anteil der Assets gegen Inflations- und Zinsrisiken abgesichert. Im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem der Anteil derer angestiegen, die zwischen 90 und 100 % ihrer Assets absichern. Bei rund einem Viertel liegt der Anteil wiederum bei unter 40 %.

Quelle: Mercer
Die Aktienquote ist zugunsten von Anleihen und Alternative Assets um drei Prozentpunkte auf 25 % gesunken. Anleihen haben im Durchschnitt von 51 auf 53 % zugelegt und Alternatives sind von 17 auf 18 % gewachsen.

Quelle: Mercer
Unter den Aktieninvestoren ist das Interesse an Factor-Investing deutlich gestiegen. Am häufigsten wird ein Single-Factor-Index genutzt. Zu beobachten ist auch, dass sich der Trend in Richtung passives Asset Management fortsetzt. Vor allem die kleineren Anleger greifen auf passive Investments zurück. Grund hierfür ist, dass das Governance Budget u.a. verstärkt zum Ausbau der Alternatives genutzt werden soll.
Mittlerweile berücksichtigt die Hälfte der Befragten ESG-Aspekte in ihrer Asset Allocation – ein Anstieg um 10 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Die Umfrageteilnehmer nennen regulatorischen Druck, die mit ESG-Aspekten verbundenen materiellen Risiken und Reputationsrisiken als Gründe für diese Entwicklung. Klimarisiken werden im Vergleich zum Vorjahr jedoch etwas seltener berücksichtigt. Lag der Anteil 2018 noch bei 17 %, ist er in diesem Jahr auf 14 % gesunken. Allerdings planen 28 % der Pensionseinrichtungen in den nächsten 12 Monaten Klimarisiken in ihrer Asset Allocation zu berücksichtigen.
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