16.01.2020 | Studie

Anlageoptionen in China

Mehr als 80% der weltweiten Investoren streben eine Ausweitung ihrer Anlagen in China an, zeigt eine Studie von Invesco und dem Economist Intelligence Unit, in der 411 institutionelle Investoren und Asset Owner Organisationen weltweit ihren Allokationen befragt wurden. Die chinesischen Märkte sind durch die schrittweise Liberalisierung für ausländische Investoren zugänglicher geworden. Schon jetzt halten 90% der Umfrageteilnehmer spezifische China-Anlagen, vornehmlich Onshore Equity and Fixed-Income.
Eine verbesserte In-house Expertise ist einer der Haupttreiber für gestiegende Investitionen in chinesische Anlagen. Zudem werden Verbesserungen bei der Unternehmensberichterstattung, der Rechtssicherheit, der Regulierung sowie der Finanzintermediation als weitere Gründe genannt. Die Performance und besonders Growth, Profit und das Expansionspotenzial chinesischer Unternehmen, gerade im Vergleich zu westlichen Märkten, ist für vier von zehn Investoren von Bedeutung. Ein Viertel der Respondenten verweist auf Chinas starke makroökonomische Leistung.


Quelle: Invesco

Die verbleibenden 10% der Befragten verzeichnen ebenfalls erhöhtes China-Exposure über globale Portfolios oder Emerging-Market-Investments, beispielsweise durch den Anstieg chinesischer Assets in den Indizes von MSCI oder FTSE. Für 39,5% der Umfrageteilnehmer, die noch nicht gezielt in China investieren, ist die fehlende Transparenz im Finanzsystem für ausländische Investoren ein Hemmnis für mehr als 30% dieser Gruppe sind die unzureichende Rechtssicherheit und wirtschaftliche Stabilität sowie das Fehlen zuverlässiger Finanzintermediäre ausschlaggebend.


Quelle: Invesco

ESG Faktoren spielen bei 4 von 10 Organisationen eine Rolle, für 3 von 10 sind diese besonders relevant bei Investitionsentscheidungen in China. Als problematisch in diesem Zusammenhang wird der erschwerte Zugang zu Informationen und Daten in Schwellenländern gesehen. Einige Investoren nutzen lokale Präsenz und etablieren persönliche Beziehungen, um den Informationszugang zu verbessern.  
Die Auswirkungen der Handelsspannungen zwischen China und den USA werden zu gleichen Teilen positiv und negativ eingeschätzt. Dennoch erwartet die Mehrheit, dass sich Chinas Wirtschaft in den nächsten 12 Monaten weiter positiv entwickelt und plant daher die Allokationen in fast alle chinesische Anlageklassen zu erhöhen.

Ausländische Direktinvestitionen in China stiegen bis August 2019 um 3,2% auf 89,3 Mrd. Dollar. Besonders beliebt sind die High-Tech-Industrien in die, mit einem Investitionszuwachs von 39,3% zum Vorjahr, knapp ein Drittel (24,6 Mrd. Dollar) der Auslandsinvestitionen floss. Seit Beginn des Jahres 2019 wurden mithilfe ausländischer Finanzierung 27.704 neue Unternehmen in China gegründet.
 

Absolut Research unterstützt institutionelle Investoren bei der Selektion von Asset Managern mit der monatlichen Publikation Absolut|ranking. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 16.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 34 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 160 Universen.

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
Mehr zum Thema "Emerging Markets"
zurück