20.05.2008 | Research

Anlagemöglichkeiten von Hedgefonds in ausfallgefährdete Wertpapiere

Ein im April veröffentlichtes Researchpapier von Man Investments verweist auf die Ertragschancen, die die Kreditkrise insbesondere für Hedgefonds mit sich bringt. Anleger könnten demnach über Hedgefonds, die in ausfallgefährdete Wertpapiere investieren, von fallenden Kreditmärkten profitieren.

Zu Beginn gibt das Research-Papier einen Überblick über das historische Wachstum und über die Zyklizität des Kreditmarktes. Danach wird die aktuelle Krise am Kreditmarkt fokussiert. Kern des Research sind verschiedene Hedgefonds-Strategien bei der Anlage in ausfallgefährdete Wertpapiere. Zentrale Aussage ist, dass sich aufgrund des J-Kurven-Verlaufs von Unternehmenswerten während Phasen finanzieller Anspannung über den gesamten Kreditzyklus Ertragschancen für entsprechende Hedgefonds ergeben.

Der Handel mit Wertpapieren von Unternehmen in finanziellen Notlagen ist sehr ineffizient, so die Autoren. Institutionelle Anleger seien aufgrund ihrer Anlagebeschränkungen oft gezwungen, "schlechte" Positionen zu verkaufen. Ein Verkauf ist meist nur mit hohem Diskont zum inneren Wert möglich. Darüber hinaus erfordere es viel Expertise, Unternehmen die sich in Insolvenz oder Restrukturierung befinden, richtig zu bewerten. Diese Umstände bieten spezialisierten Hedgefonds günstige Gelegenheiten. Doch auch vor den Höhepunkten von Krisen bieten sich Möglichkeiten durch Short-Positionen in Kreditrisiken oder durch das Auffinden geeigneter idiosynkratischer Risiken.

Renditen werden, ähnlich wie bei Private-Equity-Fonds, überwiegend in steigenden Marktphasen realisiert, so das Fazit des Papers. Eine Anlage in entsprechende Hedgefonds sollte also längerfristig ausgerichtet sein.

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