Angebot und Performance deutscher Robo-Advisor im Vergleich
Das Analysehaus FondsConsult hat in einer detaillierten Studie 25 Anbieter digitaler Vermögensverwaltung untersucht und ihre Ansätze, Leistungen und erzielten Renditen verglichen. Die sog. Robo-Advisor nehmen zwar einen noch sehr geringen Marktanteil ein, ihr Wachstum liegt allerdings auf einem anhaltend hohen Niveau. Das von in Deutschland vertretenen Anbietern verwaltete Vermögen beläuft sich demnach auf ca. 2,6 Mrd. Euro. Wenige Robo-Advisor verwalten den Großteil des Gesamtvolumens, während die meisten Anbieter jeweils auf einen maximal zweistelligen Millionenbetrag kommen. Dabei fließt nicht dem Anbieter mit der besten Performance neues Kapital zu. Hohe Zuwachsraten verzeichnen eher Anbieter mit verschiedenen Vertriebskanälen und -kooperationen. Ebenfalls ergeben sich aus den Eigentümerstrukturen teilweise Interessenkonflikte, die sich u.a. in hoher Produktabhängigkeit äußern.
Quelle: FondsConsult
Die angebotenen Dienstleistungen sind in der Regel nicht vollständig automatisiert und digitalisiert. Sie bewegen sich eher zwischen Angeboten, die ausschließlich auf automatisierte Prozesse setzen und einer klassischen Vermögensverwaltung im digitalen Markt, die bestehende Prozesse und Strukturen über eine digitale Plattform anbietet. Die Transparenz hinsichtlich des Investmentprozesses, des Risikomanagements und der Kosten war insgesamt eher gering, beobachten die Autoren. Die Kosten der Anbieter bewegten sich zwischen 0,49 % und bis über 2 %. 
Quelle: FondsConsult
Für die quantitative Analyse wurden die Anlagestrategien nach ihrem Aktienanteil in vier Risikogruppen eingeteilt. Es zeigt sich ein sehr heterogenes Bild. Die Mehrheit der Anbieter schnitt risikoadjustiert besser ab als entsprechende Marktbenchmarks aus Aktien und Anleihen. Die beste Performance erreichte das Angebot von fintego, gefolgt von Werthstein, Ginmon und Solidvest. Der Betrachtungszeitraum lag aufgrund des geringen Track Records der meisten Anbieter bei einem Jahr. Insgesamt bemängeln die Autoren, dass bei den meisten Anbietern kaum „Robo“ im Robo-Advisor steckt. Vielmehr werden herkömmliche Mischfondsangebote über digitale Wege vertrieben.
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