Angebot und Nachfrage regeln die Rohstoffpreise
Im Gegensatz zu in Teilen der Medienlandschaft verbreiteten Schlagzeilen, wonach sog. Spekulanten für die stark gestiegenen Rohstoffpreise verantwortlich seien, kommt die auf nachhaltige Kapitalanlagen spezialisierte Schweizer Bank Sarasin zu einem anderen Ergebnis.
In einer Studie finden die Analysten der Bank, dass ein knappes Angebot, bei stark gestiegener Nachfrage primär verantwortlich für die Preistrends sei. Spekulative Einflüsse hingegen seien von untergeordneter Bedeutung, schließlich seien auch Rohstoffpreise kaum gehandelter Rohstoffe wie Reis in ähnlichem Umfang gestiegen.
Haupteinflussfaktoren sind der Studie zufolge der gestiegene Wohlstand in Asien, das Bevölkerungswachstum, Ernteausfälle und die Nachfrage nach Biokraftstoffen.
Aus Nachhaltigkeitsaspekten raten die Analysten des Bankhauses kurzfristig dennoch von einer Anlage in Weizen und Mais ab. Dies könnte den Preisauftrieb mindern. Die Renditen bei diesen Rohstoffen treffen die Verbraucher in ärmeren Ökonomien besonders hart. Sie sind für viele der dort lebenden Menschen ein Grundnahrungsmittel.
Langfristig betrachtet sehen die Analysten die steigenden Preise unter Nachhaltigkeitsaspekten positiv, da sie Anreize für eine effizientere Nutzung der Landwirtschaft setzten und Investitionen fördern.