Anforderungen an Asset-Management-Branche verändern sich
Das CFA Institute hat in einer umfangreichen Studie Trends und Einflussfaktoren identifiziert, die die Geschäftsmodelle der Asset-Management-Industrie in den kommenden Jahren bestimmen werden. Thema sind zudem die Fähigkeiten, die Führungskräfte in der Branche zukünftig aufweisen müssen, sowie die Anforderungen, die sich durch veränderte Erwartungen der Anleger ergeben.
Zu den in der Studie identifizierten Megatrends zählen unter anderem der demographische Wandel, ökonomische Ungleichgewichte und Ressourcen-Management. Das CFA Institute zeigt vier Zukunftsszenarien auf: erstens Disruption durch Fintech, zweitens parallele Welten nach Region, Generation und sozialer Zugehörigkeit, drittens langfristig niedrige Zinsen und Renditen bei geringem Wachstum und politischer Unsicherheit sowie viertens die Entwicklung der Investmentbranche hin zu ethischen Branchenstandards, höherer Kundenorientierung und Kosteneffizienz. 
Quelle: CFA Institute
Wichtigste Eigenschaften bzw. Fähigkeiten für Entscheidungsträger sind eine überzeugende Vision für die Zukunft, insbesondere in Europa und Nordamerika, sowie Skills in der Beziehungspflege. 
Quelle: CFA Institute
Auch die Anforderungen an die Branche selbst ändern sich: 84 % der Befragten sind überzeugt, dass sich die Konsolidierung in der Finanzbranche fortsetzen wird. Dies drückt sich auch in konstanten oder rückläufigen Erwartungen bezüglich der Gewinnmargen aus. Ein weiterer Punkt ist das vermehrte Insourcing der Vermögensverwaltung durch institutionelle Investoren, um Sparzwängen gerecht zu werden (57 %). Anleger fordern vermehrt die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien (73 %) und wenden sich passiven Strategien zu (70 %). Befragt wurden für die Studie insgesamt 1145 Teilnehmer der Asset-Management-Branche.
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