11.03.2010 | Studie

Analyse von Environmental Performance und Portfoliorisiken

Institutionelle Investoren achten in den letzten Jahren bei ihren Investmentstrategien vermehrt auf sog. ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance). Diese Kriterien werden hauptsächlich auf Aktien angewandt, jedoch selten auf alternative Asset-Klassen wie Immobilien, Hedgefonds oder Private Equity. Da der Bau von Immobilien und ihr Betreiben für geschätzte 30% der globalen Treibhausemissionen verantwortlich ist, sei eine striktere Regulierung langfristig sehr wahrscheinlich, so eine aktuelle Studie der Universität Maastricht und des ECCE. Die innovative Publikation führte global eine Befragung unter gelisteten Immobiliengesellschaften und Immobilienfonds durch, inwieweit die Environmental Performance berücksichtigt und gemessen wird. Die Autoren kreieren zudem einen Benchmark Index, an dem sich die Environmental Performance der Asset Manager messen lassen kann.


Quelle: Maastricht University

Nicht nur die gegenwärtigen Energiekosten, sondern auch der Lebenszyklus des Energieverbrauchs, Abfallentsorgung, Nachrüstung und eventuelle Wartung seien wichtige Kosten- und Kostenreduktionskriterien.. Es sei sehr wahrscheinlich, dass der Immobiliensektor eine wesentliche Rolle bei der Reduzierung von Treibhausgasen spielen werde. Diese Kriterien haben daher direkten Einfluss auf das Rendite- und Risikoprofil der Investoren.


Quelle: Maastricht University

Die Studie ergab, dass Fonds aus Schweden, Großbritannien und Australien die höchsten Bewertungen erzielten. Der Verbreitungsgrad von Environmental Performance ist in Europa und Australien hoch, in Asien und den USA hingegen niedrig. Umweltkriterien finden zudem bei gelisteten Immobiliengesellschaften häufiger Berücksichtigung, als bei Fonds.

Einen ausführlichen Artikel zur Integration von ESG in die Asset Allocation finden Abonnenten des Absolut|report in der aktuellen Ausgabe unter dem Titel "Nachhaltige Investments im Portfoliokontext" ab Seite 18.

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