09.06.2010 | Research

Analyse der Zinssensitivität von Immobilien-Investments

Anfang 2010 veröffentlichten Alain Chaney vom Informations- und Ausbildungszentrum für Immobilien in der Schweiz und Martin Hoesli von der Universität Genf eine Research-Arbeit über die Zinssensitivität von Immobilien-Investments. Mit ihrer Arbeit wollen die Autoren eine Hilfestellung zur Risikoeinschätzung von Immobilien geben, die bei institutionellen Investoren oft ein signifikanter Bestandteil der Asset Allocation sind. Sie verwenden einen Datensatz schweizerischer Immobilen und untersuchen die Auswirkungen von Änderungen in Schlüsselgrößen.


Quelle: Chaney, Hoesli (2010)

Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass eine klassische Durationsanalyse zur Ermittlung der Zinssensitivität von Immobilien-Investments nicht geeignet ist. Die Durationsanalyse führe zu einer Überschätzung der Zinssensitivität, da Immobilien über einen sog. "Self-Hedge" verfügen. Eine Zinsänderung führe ebenfalls zu einer konträren Änderung in den Free Cash Flows, die die Zinsänderung aufhebt. Die wichtigsten Determinanten der Duration von Immobilien scheinen die Risikoprämie, das makroökonomische Umfeld, der Grad des Wechsels der Zinskurve und die Restlebensdauer der Immobilie zu sein. Chaney und Hoesli verweisen allerdings darauf, dass eine Zinsänderung trotz Zinsabsicherung indirekt zu einem Ausfall eines Immobilieninvestments führen könne, z.B. wenn ein makroökonomischer Schock durch die Zinsänderung ausgelöst wird.


Quelle: Chaney, Hoesli (2010)

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