26.09.2013 | Studie

Alternativen in der strategischen Asset Allokation

Die Erwirtschaftung des Rechnungszinses ist für viele Versicherer und Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge im derzeitigen Kapitalmarktumfeld schwierig. Allianz Global Investors untersucht daher in einer aktuellen Studie, wie eine strategische Asset Allokation in Aktien und Anleihen bei moderater Risikoerhöhung optimiert werden kann. Ein klassisches Portfolio in 70 % Core-Staatsanleihen und Euro-Unternehmensanleihen sowie in 30 % Aktien entwickelter Länder liefert aktuell eine erwartete jährliche Rendite von 2,9 % und verfehlt damit das Zielniveau vieler Investoren. Die Autoren analysieren, wie sich eine Ausweitung des Anlageuniversums auf die Performance auswirkt. Dazu reduzieren sie den Rentenanteil zugunsten von Investitionen in alternative Strategien, Schwellenländer und Real Assets wie Infrastruktur oder Immobilien.


Quelle: Allianz Global Investors

Zudem wird bei dem Ansatz die Diversifikation innerhalb der Renten- und Aktieninvestitionen erhöht, etwa um High-Yield-Bonds oder Hard-Currency-Staatsanleihen aus Schwellenländern. Das breitere Diversifikationspotenzial der alternativen Allokation erlaubt es, die unterschiedlichen Korrelationseigenschaften der Asset-Klassen besser zu nutzen. Die erwartete Volatilität des alternativen Portfolios liegt rund 1,5 Prozentpunkte über dem traditionellen Ansatz, liefert aber eine Rendite von 4,0 %. Die Sharpe Ratio verbessert sich dementsprechend von 0,28 auf 0,39.


Quelle: Allianz Global Investors

Auch in unterschiedlichen makroökonomischen Szenarien ist das alternative Portfolio besser in der Lage, von der Marktentwicklung zu profitieren. Unter der Annahme einer steigenden Konjunktur und einer sinkenden Inflationsrate liefert das alternative Portfolio eine Rendite von 14,9 %, während das Ausgangportfolio 9,6 % erreicht. Auch bei anziehender Konjunktur und steigender Inflationsrate schneidet das neu konstruierte Portfolio 2,4 Prozentpunkte besser ab. Nur in einem deflationären Umfeld und einer erneuten Rezession liegt das Ausgangsportfolio 1,5 Prozentpunkte vor dem alternativen Ansatz.

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