19.03.2009 | 

Alternative Investor Conference 2009 des BAI

Der Bundesverband Alternative Investments (BAI) hat auf seiner diesjährigen Alternative Investor Conference eine umfangreiche Mischung von Investmentthemen für institutionelle Investoren präsentiert. Auf der Konferenz, die am 17. und 18. März in Frankfurt a.M. stattfand, sprachen Experten wie Peter Clarke, CEO der Man Group, Russell Read, Ex-CFO Calpers, Paul Spijkers, CIO von APG Investments,  Prof. Johanning von der WHU und Dr. Hans Reckers Vorstandsmitglied Deutsche Bundesbank.

Die Stimmung der zahlreichen institutionellen Konferenzteilnehmer war verhalten optimistisch. Sehr gute Aussichten sahen die Vortragenden und Panelteilnehmer insbesondere im Private-Equity-Markt und hier besonders in den Segmenten Mezzanine und Secondaries. Auch die Teilnehmer des Panels alternativer Alternative Investments, d.h. Vertreter von Themen wie Mikrofinanz, Bildung, Cleantech, Infrastruktur usw. sahen weiterhin trotz der Finanzkrise viel Potential in diesen Nischensegmenten. Wenn auch die Anteile dieser Anlageformen in den institutionellen Portfolios teils noch sehr gering seien, wächst doch das Interesse der Anleger gerade in diesen wenig korrelierten und zukunftsträchtigen Bereichen sehr stark. Im Segment Hedgefonds zeigte sich einmal mehr, dass verallgemeinernde und dadurch oft unzutreffende Aussagen wenig helfen. Einige Strategien haben in 2008 hervorragend abgeschnitten, während andererseits viele Fonds ihr Absolute-Return-Versprechen nicht halten konnten. Dennoch schnitten deutsche Fonds international überdurchschnittlich ab. Die gesamte Branche geriet, trotz vergleichsweise geringeren Verlusten, schließlich noch durch den Madoff-Skandal stark unter Druck. Im Ganzen erwartet man eine Konsolidierung, die aber auch eine Stärkung der verbleibenden Player mit sich bringen werde.
 
Der Vorstand des Bundesverband Alternative Investments begleitete durch die Tagung. Der separat angebotene Investorenworkshop fand wieder reges Interesse. Der BAI setzt sich dafür ein, dass institutionellen Investoren in Deutschland vielfältige Anlage- und damit Diversifizierungsmöglichkeiten geboten werden. Dabei begrüßt der BAI ausdrücklich eine praktikable Regulierung der alternativen Investments, die jedoch deren Charakteristika und Vorteile, wie weitergehende Anlagefreiheit und Erzielung von Illiquiditätsprämien nicht einschränken dürfe.

Die Wahlfreiheit von Investoren in ein möglichst breites Anlagespektrum investieren zu können, sollte weitgehend erhalten bleiben. Der Absolut Report hat die Veranstaltung wie in den vergangenen Jahren als Hauptmedienparter begleitet. Das Programm kann unter www.ai-conference.com eingesehen werden.

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