Alternative Investments in U.S.-Stiftungsportfolios
Die U.S.-Stiftungen überzeugen seit längerem durch eine innovative Asset Allocation unter Verwendung alternativer Asset-Klassen, allen voran die beiden Top-Universitäten Harvard und Yale (siehe hierzu auch "Performance-Analyse der Harvard- und Yale-Stiftung 2009/2010 - Update Oktober 2010"). Kritik trat erstmals während der Finanzkrise auf, als auch die Stiftungsportfolios signifikante Drawdowns hinnehmen mussten. Eine aktuelle Publikation von Donald L. Basch, Professor of Economics am Boston Simmons College untersucht den Einfluss von Alternatives auf die Performance der Stiftungen.
Quelle: Basch (2010)
Der Autor stellt zunächst die wichtigsten Pro- und Kontra-Beiträge zur Verwendung von alternativen Investments, insbesondere von Hedgefonds, in Stiftungsportfolios vor. Anschließend untersucht er für 248 Colleges den Einfluss von Alternatives als Portfoliobeimischung auf die Performance der Stiftung. Demnach war der Einfluss von Alternatives auf die Performance im Jahr 2009 tatsächlich leicht negativ, im 10-Jahres-Zeitraum jedoch stark positiv. Diese Tendenz lässt sich für alle Stiftungsgrößen zeigen. Der Autor verweist zwar auf die eingeschränkte Aussagekraft aufgrund der begrenzten Erhebungszeiträume, sieht grundsätzlich in den Ergebnissen aber eine Bestätigung für den Einsatz von Alternatives zur Stabilisierung risikoadjustierter Renditen.
Quelle: Basch (2010)