18.06.2014 | Märkte

Alternative Fixed-Income-Strategien im Niedrigzinsniveau

Angesichts des aktuellen Zinsumfeldes, das für Anleger einhergeht mit der Gefahr steigender Zinssätze sowie der Frage nach attraktiven Investmentopportunitäten, geht Candriam auf alternative Strategien im Fixed-Income-Segment ein, mit denen diese Probleme umgangen werden können.


Quelle: Candriam

Dank sich verbessernder makroökonomischer Bedingungen und eines sich ebenfalls aufhellenden Refinanzierungsmarktes liegt die Ausfallrate von High-Yield-Anleihen mit 2,4 % auf einem Punkt weit unterhalb des langjährigen Durchschnitts. Mit deutlichen Verbesserungen in der Bilanzstruktur stehen viele Unternehmen, die in den Krisenzeiten unter Druck geraten waren, nun vor Rating- Upgrades, so dass sie wieder in den Investment-Grade-Bereich aufsteigen können. Ein solches Upgrade geht einher mit deutlichen Kurssteigerungen, so dass die Identifizierung von "Rising Stars" eine gute Strategie sein kann. Die Beliebtheit von High-Yield-Anleihen zeigt sich auch in den Zuflüssen entsprechender Fonds: Das Segment in Europa verzeichnete im ersten Quartal 2014 einer Schätzung von JP Morgan zufolge Zuflüsse von 3,3 Mrd. Euro. Insgesamt macht die wachsende Assetklasse 1,3 Billionen Euro aus, davon 280 Mrd. in Europa.


Quelle: Candriam

Gemäß Deloitte horten die 1.000 größten Unternehmen außerhalb der Finanzbranche rund 2,8 Billionen US-Dollar in liquiden Mitteln. Mit dem Abklingen der Krise stehen diese teilweise für M&A-Aktivitäten zur Verfügung, was für Bondholder vorteilhaft sein kann. Eine weitere Möglichkeit bieten kurzlaufende Anleihen, die generell weniger sensibel auf Zinssteigerungen reagieren. Abschließend stellt die Studie fest, dass die Zeiten großer Beta-Renditen vorbei sind und es nun vor allem auf die Realisierung von Alpha-Potentialen ankommt.

Mit der Struktur und Performance von alternativen Fixed-Income-Strategien befasst sich auch die aktuelle Monatsanalyse des Absolut|monitor - Alternative UCITS mit dem Titel "Ausweg auf dem Zinsdilemma".

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