08.12.2008 | Studie

Alternative Anlagen bei Schweizer Pensionskassen auf dem Vormarsch

Der Schweizer Asset-Manager Swisscanto hat eine Umfrage zum Anlageverhalten Schweizer Pensionskassen veröffentlicht. Befragt wurden insgesamt 256 Schweizer Pensionskassen, die zusammen ein Vermögen von 400 Mrd. CHF (330 Mrd. USD) verwalten. Die Studie wurde im Frühjahr 2008 bei den schweizerischen Pensionskassen zum achten Mal durchgeführt und umfasste Fragen zur Struktur, zu den Leistungen und Kapitalanlagen sowie zum Deckungsgrad und zur Performance.

Im Bereich der Asset Allocation liegt der Schwerpunkt bei den Schweizer Pensionskassen nach wie vor auf traditionellen Anlagen wie Aktien und Anleihen. Diese kommen zusammen auf einen Anteil von etwa 70% der Assets. Alternative Anlagen machen mit 5% bei öffentlichen Pensionskassen und 7% bei privaten Pensionskassen weiterhin einen eher geringen Anteil in den Portfolien aus. Dabei haben Hedgefonds den größten Anteil. Deren Portfolioanteil liegt zwischen 2,5% bei den öffentlichen und 4%  bei den privaten Pensionskassen.

Private Equity und Rohstoffanlagen sind mit jeweils 1-2% kaum vertreten. Positiv hervorzuheben ist allerdings der stete Anstieg der Allokation in alternative Anlagen. Während im Jahr 2001 durchschnittlich lediglich 1% in alternativen Anlagen angelegt war, stieg der Wert auf 4,3 Prozent im Jahr 2007 an.

Die erzielte Netto-Performance im Jahr 2007 lag der Studie zufolge bei 2,08 Prozent, wobei nur 11 Prozent der Kassen Renditen von mehr als 4 Prozent erreichen konnten. Erstaunlicherweise hat die Größe einer Pensionskasse kaum einen Einfluss auf die langfristige Performance. In den vergangenen acht Jahren betrug die Netto-Performance durchschnittlich 2,9 Prozent, wobei weder kleinere noch größere Kassen eindeutig besser bzw. schlechter abschnitten.

Die Studie kann unter http://www.swisscanto.ch/ch/de/institutional/asset-management/pensionskassenstudie.html heruntergeladen werden.

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