Alpha-Quellen von Hedgefonds
Olympia Capital Management, ein in Frankreich ansässiger Manager von Alternative Investments, widmet sich in einem im März erschienenen Research-Paper dem Zusammenhang zwischen Liquidität, Assets under Management (AuM) und Performance (Alpha) von Hedgefonds.
Die Autoren finden signifikante Hinweise darauf, dass jüngere Hedgefonds sowie größere Hedgefonds signifikant höheres Alpha liefern, als ältere und kleinere Fonds. Der Einfluss des Fondsalters ist zwar signifikant, der Koeffizient im Durchschnitt mit -0,03 jedoch gering. Der (umgekehrte) Size-Effekt entsteht durch Hedgefonds, die Equity-Hedge-Strategien verfolgen. Für Event-Driven-, Relative-Value- und Macro-Fonds konnte kein positiver Zusammenhang zwischen AuM und Alpha nachgewiesen werden.
Quelle: Olympia Capital Management
Bezüglich einer etwaigen Liquiditätsprämie finden die Autoren signifikant positive Einflüsse (Koeffizienten) zwischen Alpha und der Lock-Up-Periode (0,06) sowie zwischen Alpha und der Voranmeldefrist von Mittelabflüssen (1,0). Daher folgern die Autoren, dass eine Liquiditätsprämie in Form eines höheren Alphas vorhanden ist, räumen aber auch die Möglichkeit ein, dass dieser Effekt möglicherweise durch erfolgreiche Manager entsteht, die höhere Liquiditätsbarrieren durchsetzen können.
Die Autoren folgern, dass Dach-Hedgefonds-Manager auf der Suche nach Alpha-Quellen in illiquidere Strategien investieren müssen. Eine Strategie, verstärkt in neue Fonds zu investieren, halten die Autoren für wenig sinnvoll, da auch besonders erfolgreiche junge Fonds zu den Fonds gehören, die hohe Illiquidität aufweisen.