Alpha-Potenzial aktiver Fixed-Income-Strategien
Die Performance aktiv verwalteter Fixed-Income-Portfolio lässt sich weitgehend durch passive Exposures zu traditionellen Risikoprämien wie Laufzeit- und Kreditrisiko erklären, wie ein kurzes Researchpaper von AQR zeigt. Darin werden drei Gruppen von Fonds auf ihre Fähigkeit hin untersucht, Alpha zu generieren: US-Fonds mit Benchmark, globale Fonds mit Benchmark sowie global investierende Fonds ohne Benchmark. Eine erste Analyse zeigt, dass die Fonds in allen Subgruppen für den Zeitraum 1997 bis 2018 durchaus positive aktive Renditen erzielen konnten. Werden allerdings Laufzeit- und Kreditrisikoprämien berücksichtigt, sinkt das verbleibende Alpha auf ein bis zehn Basispunkte ab. Die Verteilung der Alphas zeigt für alle drei Gruppen an, dass im Durchschnitt Manager ein Alpha von Null aufweisen und nach Kosten sogar ein negatives.

Quelle: AQR
Auch wenn die Manager im Mittel kein positives Alpha erzielen konnten, besteht die Möglichkeit, dass einige von ihnen besondere Fertigkeiten haben. Vor diesem Hintergrund prüfen die Autoren, ob Persistenz bei der Erwirtschaftung aktiver Renditen besteht. In keiner der untersuchten Gruppen können die Autoren einen Zusammenhang von vergangener Performance und künftigen aktiven Renditen feststellen. Daraus wird geschlossen, dass es keine Anzeichen für persistente Skills der Fixed-Income-Manager gibt und Performance Chasing vermutlich nicht zu einer Outperformance führen wird.
Absolut Research unterstützt institutionelle Investoren bei der Selektion von Asset Managern mit der monatlichen Publikation Absolut|ranking. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 16.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 34 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 160 Universen. Neben aktiven Fonds analysiert die Publikation auch mehr als 600 ETFs.