24.08.2011 | Research

Alpha nicht zur Performance-Messung geeignet

Alpha ist ein zentrales Konzept zur Managerbewertung im Asset Management. Die Evaluierung von Managern über das Alpha ist allerdings schwierig, da bei einer dynamischen Asset Allocation unter Verwendung mehrerer Asset-Klassen die Unterscheidung zwischen Fähigkeit des Managers und Glück bzw. statistischem Rauschen kaum noch möglich ist. Eine Mitte Juni erschienene wissenschaftliche Arbeit der Louisiana State University untersucht den Prozess der Alpha-Generierung anhand hypothetischer Portfolios mit einem Aktienindex und einem risikofreien Zinssatz. Die Strategien selektieren Titel entweder zufällig und mit fest spezifizierter Prognosefähigkeit. Folglich gibt es in dem verwendeten Modell kein statistisches Rauschen, noch Verzerrungen durch den Einsatz von Derivaten oder weiteren Asset-Klassen. Somit können Performance-Maße zur Manager-Evaluierung, wie Alpha, auf ihre Tauglichkeit überprüft werden.


Quelle: Chance (2011)

Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass Alphas zu positiven Werten tendieren, selbst wenn kein Rauschen existiert. Selbst zufällig selektierende Manager erzeugen Alpha, oft über längere Zeiträume. Die Verzerrung von positiven Alphas entwertet sogar das Ranking von Managern nach Fähigkeiten. Dieser Effekt verschwindet erst bei sehr großen Datenmengen. Somit ist die Verwendung von Alpha, ebenso wie viele andere Performance-Maße, nicht zur Manager-Evaluierung geeignet, da eine positive Risikoprämie im Markt verbunden mit zufälliger Titelselektion bereits positives Alpha erzeugt.


Quelle: Chance (2011)

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