05.07.2010 | Research

Alpha, Beta und Kosten von Hedgefonds

Ende März erschien die aktualisierte Fassung des Arbeitspapiers "The ABCs of Hedge Funds: Alphas, Betas & Costs" von Prof. Roger Ibbotson, Dr. Peng Chen und Dr. Kevin Zhu. Die Autoren analysieren Verzerrungen in Hedgefondsdatenbanken und untersuchen die Renditen von 8.400 Hedgefonds der TASS-Datenbank bezüglich Alpha, Beta und Kosten. Die Analyse wurde in der aktualisierten Ausgabe auf den Zeitraum Januar 1995 bis Dezember 2009 ausgedehnt und umfasst damit nun das Boom-Jahr 2007 ebenso wie den Höhepunkt der Finanzkrise. Die Tendenz der Ergebnisse bleibt im Vergleich zu den vorangegangenen Versionen unverändert.


Quelle: Ibbotson, Chen, Zhu (2010)

So ermitteln die Autoren eine durchschnittliche Hedgefonds-Rendite vor Kosten in Höhe von 11,42 %. Der Beta-Anteil der Rendite beträgt 4,62%, 3,01 % entfallen aufs Alpha, die übrigen 3,78 % sind Kosten. Die Nettrorendite lag im betrachteten Zeitraum also bei 7,63 % und damit nur knapp unter dem S&P 500, der jährlich 8,04 % erzielte. Die Alpha-Größe ist am 5%-Niveau statistisch signifikant. Außerdem konnten Hedgefonds in allen Jahren des Betrachtungszeitraums, mit Ausnahme von 1998, ein positives Alpha erzielen.

Eine Hürde in der Evaluierung durchschnittlicher Hedgefondsrenditen stellen jedoch die Verzerrungen in den Datenbanken dar, so die Autoren. So sinke erst nach Korrektur um den Survivorship und Backfilling Bias die durchschnittliche Rendite auf 7,63 % im gleichgewichteten Durchschnitt. Vorher betrage sie 14,26 %, was zu einer erheblichen Überschätzung der Renditen führen könne.


Quelle: Ibbotson, Chen, Zhu (2010)

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