Aktien und alternative Investments zur Abfederung von Zinsrisiken
Mit dem effektiven Management ihrer Zinsrisiken beschäftigten sich institutionelle Investoren weltweit. Eine aktuelle Studie von Allianz Global Investors zeigt, dass europäische Anleger dabei bevorzugt auf internationale Aktien und alternative Anlageklassen ausweichen. Für das laufende Jahr planen 30 % der Befragten eine Erhöhung ihrer Allokation in internationale Aktienmärkte. Nur 6 Prozent wollen ihr Exposure reduzieren. Auch Schwellenländeraktien stehen unverändert hoch im Kurs der Mehrzahl der Umfrageteilnehmer. Auf der Zinsseite liegen ebenfalls Schwellenländer vorn, 15 % planen in Unternehmensanleihen zu investieren, 12 % in Staatsanleihen. Eine Reduktion planen nur 10 bzw. 11 Prozent der Teilnehmer.
Quelle: Allianz Global Investors
Investment Grade und High Yield Corporates der Industrieländer werden gemischt bewertet. 18 % bzw. 16 % planen ihre Exposure zu vergrößern, ebenso viele wollen ihr Exposure zurückfahren. Eine Reduktion des Exposures planen die meisten Befragten im Bereich heimischer Aktien und Staatsanleihen entwickelter Industrieländer. Unter den alternativen Anlageklassen dominieren direkte Investitionen in Immobilien. 18 % wollen ihren Immobilienbestand erhöhen, nur 3 % wollen reduzieren. Private Equity ist ebenfalls begehrt, hier planen 15 % mehr zu investieren. Über die Hälfte der Befragten betrachtet alternative Asset-Klassen als geeignetes Substitut für traditionelle Aktien- oder Anleiheninvestments. Barrieren stellen bislang noch die internen Risikomodelle dar. 57 % sind der Meinung, das Risikoprofil im alternativen Bereich nur unzulänglich messen zu können. 62 % halten ihre konventionellen Risikomanagement-Tools bei Alternatives für ineffektiv.
Quelle: Allianz Global Investors
An der Studie haben mehr als 400 Entscheidungsträger teilgenommen, rund die Hälfte aus Europa. 27 % der Befragten waren Versicherer, Pensionsfonds kommen auf 14 %, Family Offices 7 %. Banken stellen mit 44 % die größte Teilgruppe dar.