Absolut Research: Die besten Asset Manager für europäische Schwellenländer
Viele Schwellenländer haben einen turbulenten Start ins Jahr hinter sich. Sorgen um politische Stabilität und der Tapering-Start in den USA haben Investoren weltweit dazu veranlasst, ihr Exposure zu reduzieren. Das Umfeld stellte auch viele Asset Manager vor Herausforderungen, wie die Ausgabe 2|2014 der Absolut|rankings zeigt. Im Segment Equity Emerging Markets EMEA konnte im Januar kein Produkt positive Erträge erzielen. Der Renaissance Ottoman verlor -5,11 % und war damit noch bester Fonds seiner Vergleichsgruppe. In den letzten 24 Monaten erzielte der Fonds 3,47 % p.a. und liegt damit im Top-Quartil in diesem Zeitraum. Im letzten Jahr musste der Fonds jedoch Verluste hinnehmen und liegt mit fast -18 % auf dem letzten Platz. Dahinter stehen im Januar mit Wertverlusten von mehr als 6 % der NEF Azionario EE ME A von Nord Est Asset Management und der Emerging EMEA Equity aus dem Hause Morgan Stanley. Das Produkt von Morgan Stanley konnte über die letzten 60 Monate mehr als 15 % p.a. gewinnen, liegt damit aber nur im Mittelfeld seiner Vergleichsgruppe in diesem Zeitraum.
Reine europäische Ansätze schlugen sich im Januar erheblich besser. Im Ranking Equity Emerging Markets Europe konnten im Januar acht Fonds eine positive Rendite erzielen. Bester Fonds war der East Capital Balkan, der 5,22 % gewann. Der schlechteste Fonds in diesem Segment verlor im Januar mehr als -12 %. Auf Rang zwei liegt der Danske Baltic Equity, mit einem Plus von 2,78 %. In den letzten 24 Monaten konnte der Fonds mehr als 10 % p.a. erwirtschaften. Dahinter steht der in Luxemburg aufgelegte WIOF Emerging Europe Performance, der 2,66 % gewann und von NFD Holding DD in Slowenien gemanagt wird. Der ESPA Stock Adriatic (+ 1,87 %) von Erste Sparinvest in Österreich und der CM-CIC Union Europe Nouvelle von CM-CIC Asset Management (+ 1,43 %) komplettieren die Top-5 im Januar.
Über den Zeitraum der letzten 60 Monate erzielte das Top-Quartil der Aktien-Manager in europäischen Schwellenländern risikoadjustiert eine Sharpe Ratio von durchschnittlich 0,65 bei einem Schwellenwert von 1,75 %. Die Top-Fonds kommen auf eine Sharpe Ratio über 0,8. An der Spitze liegt der CM-CIC Union Europe Nouvelle mit einer Rendite von 17,6 % p.a. und monatlichen Schwankungen von 5,2 %, was einer Sharpe Ratio von 0,88 entspricht. Dahinter liegt der Schroder ISF Emerging Europe mit 0,84, vor dem ING L Invest Emerging Europe mit 0,71.
Quelle: Absolut Research, Absolut|ranking: Equity Emerging Markets Regions
Der Jahresstart hat gezeigt, dass bei Investitionen in Schwellenländern immer wieder mit Stressphasen zu rechnen ist. Langfristig ist das Renditepotenzial der Anlageklasse jedoch unbestritten. Das Top-Quartil der Asset Manager konnte in den letzten fünf Jahren eine jährliche Rendite zwischen 17 und 18 Prozent erzielen. An der Spitze steht über fünf Jahre der Schroder ISF Emerging Europe mit einer Rendite von 21 % p.a. Dass damit erhebliche temporäre Risiken verbunden sind, zeigt der Maximum Drawdown von mehr als 27 %, womit der Schroders-Fonds allerdings immer noch im Top-Quartil seiner Vergleichsgruppe liegt. Der beste Fonds, der Danske Baltic Equity, verlor im Zeitraum der letzten fünf Jahre temporär maximal 22,7 % seines Höchststands und kommt auf eine Rendite von 12 % p.a.
Positionierung des Schroder ISF Emerging Europe in seiner Vergleichsgruppe hinsichtlich Maximum Drawdown
Quelle: Absolut Research, Positionierungsanalysen
Investoren, die von den Renditechancen der europäischen Schwellenländer profitieren wollen, sollten sich über kurzfristige Rückschläge im Klaren sein. Auch die monatlichen Schwankungen von rund 6 % im Top-Quartil in den letzten fünf Jahren erfordern eine gewisse Risikobereitschaft. Welche Asset Manager über welche Zeiträume überzeugen konnten, machen die Absolut|rankings über die neutrale Auswertung anhand von acht Kennzahlen transparent.
Die Absolut|rankings 2/2014 analysieren in diesem Monat mehr als 10.000 institutionelle Produkte in den Asset-Klassen:
- Credit mit insgesamt 28 Sub-Asset-Klassen
- Equity mit insgesamt 16 Sub-Asset-Klassen
- Sustainability mit insgesamt 11 Sub-Asset-Klassen
- Multi-Asset und Balanced mit 5 Sub-Asset-Klassen
- Listed Alternative mit 6 Sub-Asset-Klassen
- Commodity und Listed Commodity mit 7 Sub-Asset-Klassen
- sowie Real Estate mit 7 Sub-Asset-Klassen.
Institutionelle End-Investoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz können alle Absolut|rankings jeden Monat kostenlos für ihre Produkt- und Asset-Manager-Selektion sowie zur Evaluierung bestehender Mandate erhalten.
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