Absicherung von Risiken aus dem Klimawandel
Mats Andersson (AP4), Patrick Bolton (Columbia University) und Frédéric Samama (Amundi) haben in einem Forschungsbericht einen neuen Ansatz zur Absicherung von Risiken, die sich aus dem Klimawandel ergeben, vorgestellt. Genauer geht es um die Absicherung möglicher negativer Konsequenzen für bestimmte Unternehmen aufgrund von Umweltauflagen oder Beschränkungen. Grundannahme des Modells ist, dass Kohlendioxidausstoß aktuell ein unterbewertetes Risiko darstellt. Die Autoren gehen davon aus, dass die Beschränkungen der Ausstoßmengen den großen CO2-Produzenten langfristig schaden und somit zu schlechter Performance führen werden. 
Quelle: Andersson, Bolton, Samama (2014)
Das Grundmodell bilden "grüne Indizes", also Indizes, bei denen die größten Kohlendioxidproduzenten aussortiert wurden. So wird das Risiko der CO2-Produktion abgesichert, es besteht jedoch die Gefahr einer Underperformance gegenüber der Benchmark, solange die Unternehmen nicht durch Umweltauflagen eingeschränkt sind. Um dies zu verhindern umfasst die neue Strategie eine Anpassung der Gewichte der im Index verbleibenden Unternehmen. Die Gewichte werden durch ein Optimierungsproblem berechnet, dass den Tracking Error des neuen Indexes zu der Benchmark minimiert. Auf diese Weise ist es möglich, von der aktuellen Performance der Benchmark zu profitieren und eine signifikante Outperformance nach Einführung von CO2-Beschränkungen zu erzielen. Die Autoren bezeichnen ihre Strategie als eine Unlevered-Minimum-Risk-Arbitrage-Strategie, die das aktuelle Mispricing des Kohlendioxidrisikos ausnutzt.