Absicherung mit Cross-Asset-Portfolio-Derivaten
Ein aktuelles Arbeitspapier der Technischen Universität München stellt aktuelle Erkenntnisse zu einer neuen Produktgruppe zur Absicherung von Tail-Risiken in Portfolios, sog. Cross-Asset-Portfolio-Derivaten vor. Die Autoren nehmen eine Klassifikation der Produkte vor und leiten für diese zwei Gestaltungs- und Pricing-Methoden auf Grundlage von stochastischen Prozessen und hierarchischen Copulas ab.
Cross-Asset-Portfolio-Derivate entstehen aus der Übertragung der Struktur von Credit Default Swaps und strukturierten Verbriefungen auf andere Asset-Klassen, z. B. auf Aktien, Rohstoffe, Zinsen und Wechselkurse. Die Arbeit stellt verschiedene Ausgestaltungsmöglichkeiten vor, die denen der genannten kreditrisikobasierten Produkte ähneln. Gemäß der Studie lassen sich so insbesondere Tail-Risiken von Portfolios, die aus verschiedenen Asset-Klassen bestehen, absichern. Risiken wären demnach sowohl für Investoren, als auch für Sicherungsgeber besser einzuschätzen und Downside-Risiken dadurch zu reduzieren.
Quelle: Höcht, Scherer, Seegerer (2010)