14.03.2008 | Research

10 Jahre deutsche Buyouts

In ihrem aktuell erschienenen Working-Paper "10 Jahre deutsche Buyouts" untersuchen Christoph Schalast, Professor an der Frankfurt School of Finance & Management, und Ingo Stralkowski von H.I.G. European Capital Partners die Entwicklung der Private Equity-Branche in Deutschland sowie deren Zukunftsaussichten ein. Sie möchten damit auch dem gestiegenen Informationsbedarf hinsichtlich Private Equity Rechnung tragen.

Die Autoren beleuchten die Hochs und Tiefs von Private Equity in Deutschland, die sie in die drei Phasen New Economy-Hype, Konsolidierungsphase nach 2001 sowie Mega-Deals ab 2004 einteilen. Nach einer Konsolidierungsphase aufgrund der geplatzten New Economy-Blase konnte die Branche trotz der Heuschreckendiskussion eine steigende Anzahl Deals durchführen, was mit einer starken Verbesserung der Fundraising-Bedingungen einherging.

Die Autoren analysieren dann anhand des Fallbeispiels Gerresheimer, die möglichen Erfolgsfaktoren von Buyouts. Zudem wagen sie einen Ausblick auf die Zukunftsperspektiven für die Branche. Dabei stellen sie für den deutschen Markt nur geringe Auswirkungen durch die Kreditkrise fest, da 90 Prozent aller Transaktionen auf mittelständische Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern gerichtet seien. Zudem hätte durch die Kreditkrise der Wert der unterliegenden Sicherheiten nicht abgenommen. Ergänzend widmen sie ein Kapitel dem Verhältnis von Private Equity und Mittelstand. Die Autoren stellen zudem fest, dass Deutschland als Zielland besonders attraktiv ist, da die Multiplikatoren, die beim Firmenwert eines Unternehmens impliziert sind, hierzulande im europäischen Vergleich niedrig sind.

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