Absolut einzigartig ...
… war die Entwicklung der Zinsen in den letzten zwei Jahren. Während der Corona-Krise sah es so aus, als ob die Zinsen nie mehr steigen würden, was sich nach dem Kriegsbeginn in der Ukraine schlagartig änderte. Keine Zinswende verlief so schnell und dramatisch wie diese jüngste. Sie war deshalb so besonders, weil sie von einem langanhaltenden extrem niedrigen, sogar negativen Zinslevel aus gestartet war.
Die geringen Zinsen hatten enorme Folgen. Die Kosten für Kapital waren quasi null. Alles konnte auf Kredit finanziert werden. Dies führte zu steigenden Asset-Preisen, insbesondere bei Immobilien, aber auch am Aktienmarkt; Staaten konnten sich zu geringen Kosten verschulden bzw. entschulden; die Inflationsraten waren niedrig, trotz starker Geldmengenexpansion. Nur die Anleger, die von Zinseinnahmen profitieren, schauten in die Röhre.
Für institutionelle Investoren in Deutschland, deren Kapitalanlagen zu großen Teilen aus Fixed Income bestanden, war Diversifizierung das Gebot der Stunde und führte somit zu einem Erstarken der Private Markets und Real Assets. Diese alternativen Anlageklassen sorgten für die Erträge, die auf der Rentenseite fehlten. Inzwischen ist Fixed Income wieder attraktiv, was nicht nur für einen besseren Wettbewerb zwischen den Asset-Klassen sorgt, sondern auch zu Handlungsbedarf bei den Anlegern führt.
Mit dieser Ausgabe des Absolut|spezial können Sie daher Ihre Expertise zu Anlagemöglichkeiten und Strategien im Segment Fixed Income vertiefen.
Michael Busack
Herausgeber
Ausgabe: Absolut|spezial Fixed Income (2024)