Absolut umsichtig ...

Absolut|report 4|2025}

… sollte ein professioneller Investor bei seinen Kapitalanlageentscheidungen handeln. Lange bestimmten jedoch Quoten und enge Vorgaben diesen Prozess, in einigen Bereichen sind sie heute noch im Einsatz. Was Sicherheit schaffen soll, führt oft zu suboptimalen Ergebnissen: Portfolios werden nicht nach besten Risiko-Rendite-Eigenschaften, sondern nach Regulierung gesteuert.

Das Prudent Person Principle markiert den Gegenentwurf. Statt starre Grenzen zu setzen, verpflichtet es Investoren, „wie ein umsichtiger Kaufmann“ zu handeln. Damit steigt die Freiheit – und zugleich die Verantwortung.

Quoten sind natürlich bequem: Sie erleichtern Entscheidungen und bieten Rechtssicherheit. Doch sie nehmen Flexibilität, gerade in einer Welt voller geopolitischer und technologischer Umbrüche. Das PP-Prinzip dagegen fordert ein echtes Risikoverständnis, solide Prozesse und eine ganzheitliche Steuerung des Portfolios.

Der Gewinn ist erheblich: Nur ein risikobasierter Ansatz unter Einsatz des PP-Prinzips ermöglicht bessere, sprich höhere risikoadjustierte Ergebnisse. Institutionelle Investoren können die Vielfalt der Private Markets nutzen, ESG-Kriterien integrieren oder innovative Risikoprämien liquider Anlageklassen erschließen – ohne durch regulatorische Schablonen gebremst zu sein.

Freiheit bedeutet auch Verantwortung: Dokumentation, Governance und Rechenschaftspflicht werden wichtiger. Doch genau darin liegt auch der Fortschritt: Das PP-Prinzip professionalisiert die Kapitalanlage und eröffnet institutionellen Anlegern einen Weg hin zu echter Ergebnisorientierung.

Der Absolut|report unterstützt dieses Prinzip. Wir haben eine Vielzahl relevanter Artikel zusammengestellt, die Ihnen – da sind wir sicher – einen Mehrwert für die Kapitalanlage bieten.

Michael Busack
Herausgeber




Ausgabe: Absolut|report 4|2025