Absolut optimistisch ...
... können in diesem Jahr vor allem die kleineren
Asset-Management-Boutiquen in die Zukunft blicken. Neben den
ETF-Anbietern, die schon seit einiger Zeit mit Macht den aktiven
Long-only-Managern an die Substanz gehen, sind es vor allem die
innovativen Boutiquen, die nun von der Finanzkrise profitieren. Warum?
Zum einen ist das Vertrauen vieler Investoren in die "Großen" der
Asset-Management-Branche erschüttert, nicht nur was die Erfolglosigkeit
mancher Produktentwicklung betrifft, sondern auch was deren personelle
Fluktuation angeht, die angesichts der gigantischen Personalreduktionen
bei manchen Investmentbanken stattfindet. Der Investor kann sich nicht
darauf verlassen, dass sein "Berater" dort noch greifbar ist, wenn es
hart auf hart kommt. Kleine Asset-Manager - mit starker Präsenz der
Gesellschafter und der vielfach an das Unternehmen in Form von
Beteiligungen gebundenen Mitarbeiter - bieten hier eine interessante
Alternative, ganz in der Tradition der eigentümergeführten Privatbanken.
Aber dieses Argument gilt nicht erst seit der Finanzkrise.
Das andere wichtige Kriterium, warum Boutiquen-Manager das Jahr 2009 als Sprungbrett in das Establishment der Asset-Manager nutzen können, liegt in ihrer Produktpalette. Angesichts der Verluste in fast allen Asset-Klassen, die passiv mit dem Ziel auf steigende Kurse gehalten wurden, sind nun Lösungen gefragt, die mehr Flexibilität, mehr Risikomanagement und mehr Innovation bereithalten. Wie an dieser Stelle mehrfach betont, sind Investoren an langfristig stabilen Performanceverläufen interessiert, die gleichzeitig eine attraktive Rendite ermöglichen. Unter attraktiv kann natürlich nicht das gegenwärtige Niveau am Geldmarkt oder bei Staatsanleihen verstanden werden.
Dieser Weg wird - angesichts weiter sinkender Zinsen - den institutionellen Investoren immer weiter verbaut. Obwohl die Risikobudgets stark gelitten haben, bei manchem aufgebraucht sind, wissen doch alle Investoren, dass es so nicht weitergehen kann. Es muss (bald) wieder investiert werden und man ist dabei - gerade nach der Krise - sich eben nicht nur nach neuen Produkten, sondern auch nach neuen Managern umzusehen. Der Vorteil vieler Boutiquen- Manager ist, dass sie genau die Art von Produkten anbieten können, die für Investoren gerade jetzt attraktiv sind: Absolute-Return-Ansätze mit limitierten Downside-Risiken, d. h. risikooptimierte Produkte in Aktien-, Renten- und Commodity-Märkten, die asymmetrische Ertrags-Risiko-Profile erzeugen können.
Die Krise geht an den Boutiquen-Managern nicht ohne Probleme vorbei, aber für Investoren werden sie eine wertvolle Bereicherung sein, die anstehenden Veränderungen des institutionellen Asset-Managements anzugehen.
Ihr Michael Busack
Herausgeber
Ausgabe: Absolut|report 3|2009
Das andere wichtige Kriterium, warum Boutiquen-Manager das Jahr 2009 als Sprungbrett in das Establishment der Asset-Manager nutzen können, liegt in ihrer Produktpalette. Angesichts der Verluste in fast allen Asset-Klassen, die passiv mit dem Ziel auf steigende Kurse gehalten wurden, sind nun Lösungen gefragt, die mehr Flexibilität, mehr Risikomanagement und mehr Innovation bereithalten. Wie an dieser Stelle mehrfach betont, sind Investoren an langfristig stabilen Performanceverläufen interessiert, die gleichzeitig eine attraktive Rendite ermöglichen. Unter attraktiv kann natürlich nicht das gegenwärtige Niveau am Geldmarkt oder bei Staatsanleihen verstanden werden.
Dieser Weg wird - angesichts weiter sinkender Zinsen - den institutionellen Investoren immer weiter verbaut. Obwohl die Risikobudgets stark gelitten haben, bei manchem aufgebraucht sind, wissen doch alle Investoren, dass es so nicht weitergehen kann. Es muss (bald) wieder investiert werden und man ist dabei - gerade nach der Krise - sich eben nicht nur nach neuen Produkten, sondern auch nach neuen Managern umzusehen. Der Vorteil vieler Boutiquen- Manager ist, dass sie genau die Art von Produkten anbieten können, die für Investoren gerade jetzt attraktiv sind: Absolute-Return-Ansätze mit limitierten Downside-Risiken, d. h. risikooptimierte Produkte in Aktien-, Renten- und Commodity-Märkten, die asymmetrische Ertrags-Risiko-Profile erzeugen können.
Die Krise geht an den Boutiquen-Managern nicht ohne Probleme vorbei, aber für Investoren werden sie eine wertvolle Bereicherung sein, die anstehenden Veränderungen des institutionellen Asset-Managements anzugehen.
Ihr Michael Busack
Herausgeber
Ausgabe: Absolut|report 3|2009