Absolut vielfältig...
… sind die Anlageoptionen institutioneller Investoren, genutzt werden
sie jedoch zu wenig. Doch gerade jetzt – im Nicht- bzw.
Negativzinsumfeld – wird diese Vielfalt zum notwendigen Ersatz des
risikofreien Zinses.
Doch warum zögern die Anleger? Da ist zum einen die Regulierung, aufgrund derer bestimmte Anlageklassen nur beschränkt oder nur unter Akzeptanz höherer Eigenkapitalquoten oder Stressszenarien aufgenommen werden können. Zum anderen gibt es eine Tendenz, bei den Anlageformen zu bleiben, die man kennt. Vielfach wird auch nicht investiert, weil schlicht die Expertise fehlt. Hier sind vor allem kleinere institutionelle Investoren im Nachteil, bei denen die personelle und technische Ausstattung für Auswahl, Implementierung und Monitoring der Anlagen nicht ausreichend vorhanden ist.
Gleichfalls gibt es immer noch Investoren, die an eine Zinswende glauben und deren laufender Bestand an festverzinslichen Wertpapieren in den nächsten Jahren, kombiniert mit anderen Erträgen, z. B. aus Vermietung von Immobilen, einen ausreichend stabilen Ertrag erwirtschaftet, um die Passivseite zu bedecken. Wir müssen auch zur Kenntnis nehmen, dass es in der DACH-Region viele institutionelle Investorengruppen gibt, die völlig heterogen sind. Sie haben verschiedene Anforderungen an zu erzielende Renditen und völlig unterschiedliche Risikobudgets.
Dennoch befinden wir uns an einem Wendepunkt der institutionellen Kapitalanlage. Diese Wende hat nach der Finanzkrise begonnen und sich in der Staatschuldenkrise fortgesetzt, ist nun aber aufgrund des völligen Ausfalls eines risikofreien Zinses am Scheitelpunkt angekommen. Die alte Asset-Allokation für Neuanlagen ist tot. Nur der Altbestand an sicheren Zinsträgern vernebelt noch die Sicht auf das, was kommt. Der Anker ist gelichtet, das Boot treibt aufs offene Meer. Jetzt muss klar Schiff gemacht werden, die Mannschaft an Deck, frisch und stark, mit neuem Mut, die Segel müssen neu ausgerichtet, das Deck sturmsicher gemacht werden. Das Ziel des Portfolios ist nicht mehr der sichere Hafen mit festem Anker und laufender Versorgung, Investoren müssen stattdessen raus aufs Meer der Asset-Klassen und Risikoprämien.
Kein leichter Weg, aber Wissen und Know-how helfen dabei. Steuern Sie mit der vorliegenden Ausgabe wieder neue Perspektiven an!
Michael Busack
Herausgeber
Ausgabe: Absolut|report 2|2016
Doch warum zögern die Anleger? Da ist zum einen die Regulierung, aufgrund derer bestimmte Anlageklassen nur beschränkt oder nur unter Akzeptanz höherer Eigenkapitalquoten oder Stressszenarien aufgenommen werden können. Zum anderen gibt es eine Tendenz, bei den Anlageformen zu bleiben, die man kennt. Vielfach wird auch nicht investiert, weil schlicht die Expertise fehlt. Hier sind vor allem kleinere institutionelle Investoren im Nachteil, bei denen die personelle und technische Ausstattung für Auswahl, Implementierung und Monitoring der Anlagen nicht ausreichend vorhanden ist.
Gleichfalls gibt es immer noch Investoren, die an eine Zinswende glauben und deren laufender Bestand an festverzinslichen Wertpapieren in den nächsten Jahren, kombiniert mit anderen Erträgen, z. B. aus Vermietung von Immobilen, einen ausreichend stabilen Ertrag erwirtschaftet, um die Passivseite zu bedecken. Wir müssen auch zur Kenntnis nehmen, dass es in der DACH-Region viele institutionelle Investorengruppen gibt, die völlig heterogen sind. Sie haben verschiedene Anforderungen an zu erzielende Renditen und völlig unterschiedliche Risikobudgets.
Dennoch befinden wir uns an einem Wendepunkt der institutionellen Kapitalanlage. Diese Wende hat nach der Finanzkrise begonnen und sich in der Staatschuldenkrise fortgesetzt, ist nun aber aufgrund des völligen Ausfalls eines risikofreien Zinses am Scheitelpunkt angekommen. Die alte Asset-Allokation für Neuanlagen ist tot. Nur der Altbestand an sicheren Zinsträgern vernebelt noch die Sicht auf das, was kommt. Der Anker ist gelichtet, das Boot treibt aufs offene Meer. Jetzt muss klar Schiff gemacht werden, die Mannschaft an Deck, frisch und stark, mit neuem Mut, die Segel müssen neu ausgerichtet, das Deck sturmsicher gemacht werden. Das Ziel des Portfolios ist nicht mehr der sichere Hafen mit festem Anker und laufender Versorgung, Investoren müssen stattdessen raus aufs Meer der Asset-Klassen und Risikoprämien.
Kein leichter Weg, aber Wissen und Know-how helfen dabei. Steuern Sie mit der vorliegenden Ausgabe wieder neue Perspektiven an!
Michael Busack
Herausgeber
Ausgabe: Absolut|report 2|2016