Absolut reguliert ...
... soll nun der Finanzmarkt werden, nachdem die am stärksten
regulierten Finanzinstitute der Welt, die Banken, die Welt an den
Abgrund geführt haben. Staat und Politik sollen es nun richten, nachdem
gerade vom Staat kontrollierte Banken zuerst in den Abgrund gerutscht
sind. Weltweit sind so viele vermeintlich sichere und als konservativ
geltende Bereiche (z. B. Immobilien, Geldmarkt, Bankeinlagen,
Pfandbriefe) in Schieflage geraten, dass man aus dem Staunen kaum noch
heraus gekommen ist.
Die Frage, ob Regulation allein ausreicht zukünftige Exzesse zu vermeiden, kann sicher mit Nein beantwortet werden. Dennoch bietet sich mit einer neuen, geänderten und erweiterten globalen Regulierung gerade für die institutionelle Asset-Management-Industrie und für Investoren eine große Chance. Traditionelle ebenso wie alternative Investments haben in der Krise gelitten, die einen mehr, die anderen weniger. Das Thema Hedgefonds und Absolute Return wird von vielen nun noch kritischer gesehen, aber Investoren kommen um die Erkenntnis nicht herum, dass es vor allem die aktiven Strategien in den verschiedenen Asset-Klassen gewesen sind, die sie vor extremen Verlusten schützen bzw. sogar Gewinne erzielen konnten. Wie Ralf Lochmüller in seinem Kommentar in dieser Ausgabe betont, sind wir der Meinung, dass das Thema Diversifikation weder tot noch grundsätzlich infrage gestellt ist. Es kommt vielmehr darauf an, den Fokus von einem in der Vergangenheit dominierenden Long-only/Buyand- Hold-Ansatz abzuwenden und flexiblere Ansätze in der Asset Allocation zu verfolgen. Diese finden sich vielfach im Bereich der Alternative Investments und insbesondere in der Toolbox der Hedgefonds- und Absolute-Return- Manager: Short Selling, variables Exposure-Management, Leverage und Deleverage, Einsatz von Derivaten, Investments in unterschiedliche Asset- Klassen und Risikoprämien, Alpha-Generierung und das aktive Risikomanagement des Beta-Exposures sind die Zukunftsthemen. Wenn sich die Welt nun auf globaler Ebene entschließt, die bislang noch (vermeintlich) unregulierten Hedgefonds in eine vernünftige Regulation einzubinden . und danach sieht es aus -, dann werden viele Vorurteile und Hindernisse für ein Investment in diese Strategien entfallen.
Eine die Flexibilität von Absolute-Return-/Hedgefonds-Managern wenig einschränkende Regulierung wäre ein großer Schritt nach vorn und würde die Alternative-Industrie in der institutionellen Welt weiter etablieren bzw. mit ihr verweben. Der Investor wird zukünftig seine Ertragsziele und sein Risikobudget vorgeben. Wenn eine Kapitalanlagegesellschaft ihm neben Long-only-Active auch Long-Short-Strategien, Market-Neutral-Produkte und andere asymmetrische Risikoprofile anbieten kann, ist der Unterschied zwischen traditionell und alternativ endlich aufgehoben.
Ihr Michael Busack
Herausgeber
Ausgabe: Absolut|report 2|2009
Die Frage, ob Regulation allein ausreicht zukünftige Exzesse zu vermeiden, kann sicher mit Nein beantwortet werden. Dennoch bietet sich mit einer neuen, geänderten und erweiterten globalen Regulierung gerade für die institutionelle Asset-Management-Industrie und für Investoren eine große Chance. Traditionelle ebenso wie alternative Investments haben in der Krise gelitten, die einen mehr, die anderen weniger. Das Thema Hedgefonds und Absolute Return wird von vielen nun noch kritischer gesehen, aber Investoren kommen um die Erkenntnis nicht herum, dass es vor allem die aktiven Strategien in den verschiedenen Asset-Klassen gewesen sind, die sie vor extremen Verlusten schützen bzw. sogar Gewinne erzielen konnten. Wie Ralf Lochmüller in seinem Kommentar in dieser Ausgabe betont, sind wir der Meinung, dass das Thema Diversifikation weder tot noch grundsätzlich infrage gestellt ist. Es kommt vielmehr darauf an, den Fokus von einem in der Vergangenheit dominierenden Long-only/Buyand- Hold-Ansatz abzuwenden und flexiblere Ansätze in der Asset Allocation zu verfolgen. Diese finden sich vielfach im Bereich der Alternative Investments und insbesondere in der Toolbox der Hedgefonds- und Absolute-Return- Manager: Short Selling, variables Exposure-Management, Leverage und Deleverage, Einsatz von Derivaten, Investments in unterschiedliche Asset- Klassen und Risikoprämien, Alpha-Generierung und das aktive Risikomanagement des Beta-Exposures sind die Zukunftsthemen. Wenn sich die Welt nun auf globaler Ebene entschließt, die bislang noch (vermeintlich) unregulierten Hedgefonds in eine vernünftige Regulation einzubinden . und danach sieht es aus -, dann werden viele Vorurteile und Hindernisse für ein Investment in diese Strategien entfallen.
Eine die Flexibilität von Absolute-Return-/Hedgefonds-Managern wenig einschränkende Regulierung wäre ein großer Schritt nach vorn und würde die Alternative-Industrie in der institutionellen Welt weiter etablieren bzw. mit ihr verweben. Der Investor wird zukünftig seine Ertragsziele und sein Risikobudget vorgeben. Wenn eine Kapitalanlagegesellschaft ihm neben Long-only-Active auch Long-Short-Strategien, Market-Neutral-Produkte und andere asymmetrische Risikoprofile anbieten kann, ist der Unterschied zwischen traditionell und alternativ endlich aufgehoben.
Ihr Michael Busack
Herausgeber
Ausgabe: Absolut|report 2|2009