Absolut automatisch ...
… kann es am Kapitalmarkt zu Kettenreaktionen kommen, die sich gegenseitig verstärken und unerwartete Wendungen nehmen. Für institutionelle Investoren ist es daher wichtig, ein robustes und gleichzeitig resilientes Portfolio aufzubauen. In Phasen von Marktverwerfungen tendieren historische Korrelationsmuster dazu, sich schlagartig zu verändern, weshalb man sich nie sicher sein kann, dass die alten Zusammenhänge auch in Krisenzeiten gelten. Die Herausforderung, aus der Vergangenheit zu lernen, diese aber nicht komplett zu kopieren, müssen Investoren ständig bewältigen.
Aktuell geben viele Entwicklungen Anlass zur Sorge und bergen das Potenzial, gefährliche Kettenreaktionen auszulösen: Ein potenzieller Einmarsch Russlands in die Ukraine, die Rückkehr der Inflation und globale Lieferketten-Probleme, die Zinswende in den USA und Europa bei historisch hohen Bewertungen der Aktien- und Immobilienmärkte sowie andere Schwarze Schwäne, die wir heute noch nicht kennen.
Diversifikation und Risikomanagement wurden schon mit der ersten Ausgabe des Absolut|report als zwei zentrale Aspekte im institutionellen Asset Management herausgestellt: Nur über die Berücksichtigung verschiedener Asset-Klassen und Anlagestrategien – liquide oder illiquide – wird es möglich sein, Kettenreaktionen im Portfolio zu stoppen. Dazu dürfen die Kapitalanlagen nicht wie Dominosteine hintereinander aufgestellt sein. Symmetrie kann fatal sein, Asymmetrie die Rettung.
Auch im 21. Jahrgang des Absolut|report wollen wir Ihnen wieder viele neue Perspektiven aufzeigen. Mit dieser Ausgabe beginnen wir das Jahr, für das wir Ihnen viel Erfolg und gute Erträge wünschen.
Michael Busack
Herausgeber
Ausgabe: Absolut|report 1|2022