Absolut greifbar...
...scheinen nun die ersten wirklichen Absatzerfolge von Hedge Fonds in
Deutschland zu sein. Immer mehr neue Produkte kommen auf den Markt. Nach
dem verständlicherweise langsamen Start im Jahr 2004 sind nun schon
über zwanzig regulierte Onshore-Produkte in Deutschland verfügbar und
weitere werden folgen.
Nur die Entwicklung von eigenen, inländischen Hedge-Fonds-Managern lässt noch auf sich warten. Dies hat seine eigenen Gründe, auch in der Kultur (oder Nichtkultur) der Deutschen als risikofreudige Unternehmer. Mit der bald folgenden Veröffentlichung des Anwendungsschreibens zum Investmentsteuergesetz, welches im Entwurf vorliegt und der kürzlich vom BMF zurückgezogenen Zwischengewinnbesteuerung von Hedge Fonds in Deutschland ist der Weg auf allen regulatorischen und steuerlichen Segmenten frei, und der Markt kann sich nun innerhalb dieses Rahmens entwickeln.
Problematisch ist und bleibt natürlich das Transparenzprinzip der Besteuerung und das damit für deutsche Investoren einhergehende eingeschränkte Hedge- Fonds-Universum bei den regulierten Produkten. Das volle Spektrum nutzen werden daher nach wie vor die strukturierten Produkte wie jede Form von Credit-linked Notes und Zertifikaten, die diese Steuerproblematik umgehen können. Zwei Artikel im vorliegenden Heft beschäftigen sich mit dieser Thematik. Trotzdem bleibt hier ein offenes Problem, das durch die Politik gelöst werden muss. Im laufenden Jahr wird die Industrie wohl auch offiziell die 1 Billion US-Dollar-Marke überspringen und weitere Aufmerksamkeit auf sich lenken. Immer mehr traditionelle Manager wechseln in das Hedge- Fonds-Lager bzw. neue, auf Absolute Return ausgerichtete Boutiquen entstehen. Das wird auch in Deutschland so sein. Commerzbank Asset-Management- Chef Dr. Schmitz hält im Interview in diesem Heft diese Tendenz auch in Deutschland für wahrscheinlich.
Seit Anfang 2004 sind nun schon mehr als zwanzig Hedge-Fonds-Produkte ? Single- wie Dach-Hedgfonds, KAG-Produkte wie erstmals auch Investment- AGs ? über das neue Investmentgesetz bzw. die erweiterten Vertriebsmöglichkeiten in Deutschland an den Markt gekommen. 1,3 Mrd. Euro wurden im Jahr 2004 in diese Produkte investiert und sogar 4 Mrd. Euro, wenn man die strukturierten Produkte mit hinzuzählt. Aktuell ist der deutsche Hedge- Fonds-Markt auf Basis einer aktuellen Studien von Mercer Oliver Wyman ca. 15 Mrd. Euro groß. Der Absolut|report schätzt, dass dies recht konservativ gerechnet ist, da viele Volumina nicht veröffentlicht werden. Das Marktpotential sieht die Studie bis 2007 bei fast 30 Mrd. Euro. Vor allem aus dem Versicherungsbereich sollen die Gelder kommen. Gerade die Versicherungen sind es jetzt, die sich auf die neuen Anforderungen einstellen müssen. Sie sind der Schlüssel zu einem signifikanten Wachstum der Industrie.
Ihr Michael Busack
Herausgeber
Ausgabe: Absolut|report 1|2005
Nur die Entwicklung von eigenen, inländischen Hedge-Fonds-Managern lässt noch auf sich warten. Dies hat seine eigenen Gründe, auch in der Kultur (oder Nichtkultur) der Deutschen als risikofreudige Unternehmer. Mit der bald folgenden Veröffentlichung des Anwendungsschreibens zum Investmentsteuergesetz, welches im Entwurf vorliegt und der kürzlich vom BMF zurückgezogenen Zwischengewinnbesteuerung von Hedge Fonds in Deutschland ist der Weg auf allen regulatorischen und steuerlichen Segmenten frei, und der Markt kann sich nun innerhalb dieses Rahmens entwickeln.
Problematisch ist und bleibt natürlich das Transparenzprinzip der Besteuerung und das damit für deutsche Investoren einhergehende eingeschränkte Hedge- Fonds-Universum bei den regulierten Produkten. Das volle Spektrum nutzen werden daher nach wie vor die strukturierten Produkte wie jede Form von Credit-linked Notes und Zertifikaten, die diese Steuerproblematik umgehen können. Zwei Artikel im vorliegenden Heft beschäftigen sich mit dieser Thematik. Trotzdem bleibt hier ein offenes Problem, das durch die Politik gelöst werden muss. Im laufenden Jahr wird die Industrie wohl auch offiziell die 1 Billion US-Dollar-Marke überspringen und weitere Aufmerksamkeit auf sich lenken. Immer mehr traditionelle Manager wechseln in das Hedge- Fonds-Lager bzw. neue, auf Absolute Return ausgerichtete Boutiquen entstehen. Das wird auch in Deutschland so sein. Commerzbank Asset-Management- Chef Dr. Schmitz hält im Interview in diesem Heft diese Tendenz auch in Deutschland für wahrscheinlich.
Seit Anfang 2004 sind nun schon mehr als zwanzig Hedge-Fonds-Produkte ? Single- wie Dach-Hedgfonds, KAG-Produkte wie erstmals auch Investment- AGs ? über das neue Investmentgesetz bzw. die erweiterten Vertriebsmöglichkeiten in Deutschland an den Markt gekommen. 1,3 Mrd. Euro wurden im Jahr 2004 in diese Produkte investiert und sogar 4 Mrd. Euro, wenn man die strukturierten Produkte mit hinzuzählt. Aktuell ist der deutsche Hedge- Fonds-Markt auf Basis einer aktuellen Studien von Mercer Oliver Wyman ca. 15 Mrd. Euro groß. Der Absolut|report schätzt, dass dies recht konservativ gerechnet ist, da viele Volumina nicht veröffentlicht werden. Das Marktpotential sieht die Studie bis 2007 bei fast 30 Mrd. Euro. Vor allem aus dem Versicherungsbereich sollen die Gelder kommen. Gerade die Versicherungen sind es jetzt, die sich auf die neuen Anforderungen einstellen müssen. Sie sind der Schlüssel zu einem signifikanten Wachstum der Industrie.
Ihr Michael Busack
Herausgeber
Ausgabe: Absolut|report 1|2005