Absolut widerstandsfähig ...

Absolut|report 04|2026}

… sollte das Portfolio institutioneller Asset Owner in diesen Zeiten sein. Die vergangenen Jahre haben den Investoren vor allem eines gezeigt: Märkte verhalten sich selten so, wie es Modelle oder Prognosen erwarten lassen. Zinsregime verändern sich signifikant, Korrelationen steigen in Stressphasen, Liquidität verschwindet und aus vermeintlich bekannten Risiken werden plötzlich neue, unerwartete Herausforderungen.

Die Beiträge in dieser Ausgabe greifen dieses Spannungsfeld aus unterschiedlichen Perspektiven auf. Volatilität dient dabei nicht nur als Risikomaß, sondern auch als Signal für die Portfoliosteuerung. Im Kreditbereich zeigt sich, dass Ausfallraten ohne den Blick auf tatsächliche Verluste und Recovery Rates zu kurz greifen. Und Simulationen können Entscheidungen unterstützen, bleiben aber immer von ihren Annahmen abhängig.

Für institutionelle Anleger bedeutet diese Konstellation, dass das Risikomanagement nicht bei einzelnen Kennzahlen enden sollte. Entscheidend ist, wie belastbar ein Portfolio unter unterschiedlichen Marktbedingungen bleibt. Wer ausschließlich auf die nächste Prognose setzt, läuft Gefahr, genau für den Fall schlecht vorbereitet zu sein, der im Basisszenario nicht vorgesehen war.

Die eigentliche Qualität eines institutionellen Portfolios zeigt sich nicht darin, den nächsten Regimewechsel vorherzusehen. Sondern darin, ihn auch verkraften zu können. Lassen Sie sich nach den heißen Sommertagen auf die vielen neuen Perspektiven ein, die unsere Autoren für Sie aufbereitet haben. Dann bleiben Sie cool, wenn der Markt – und eben nicht nur das Wetter – mal wieder zu heiß wird.

Michael Busack
Herausgeber




Ausgabe: Absolut|report 04|2026