Weltweite Investitionen in erneuerbare Energien
Die Erholungsmaßnahmen, die weltweit zur Bewältigung der Folgen der Corona-Krise angestoßen werden, könnten genutzt werden, um die Investitionslücke im Bereich der erneuerbaren Energien zu füllen. Das ist das Fazit eines Reports der Frankfurt School of Finance & Management, der globale Investitionstrends in erneuerbare Energien zusammenfasst.
Die Erzeugungskapazitäten für erneuerbare Energien (exkl. Wasserkraft) sind im Jahr 2019 um 184 Gigawatt gewachsen, stärker als in den Jahren zuvor. Dies beinhaltete 118 GW neuer Solarsysteme und 61 GW Windkraftanlagen.

Quelle: Frankfurt School of Finance & Management
Die Investitionen in erneuerbare Energien beliefen sich auf 282,2 Mrd. USD, nur 1% höher als im Vorjahr. Der Rekordwachstum war trotzdem möglich, da die Kosten für regenerative Technologien gesunken sind. Im Bereich Solar gingen die Investitionen um 3% auf 131,1 Mrd. USD im Jahr 2019 zurück. Erstmalig seit 2010 überstiegen die Investments in Windkraft die Investitionen in Solar um 6% und wuchsen auf 138,2 Mrd. USD an. Bei den Investitionen in Offshore-Windanlagen konnte mit 29,9 Mrd. USD ein Plus von 19% gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Das ist vor allem auf einen Anstieg im vierten Quartal, insbesondere in China aber auch in Frankreich, zurückzuführen.
Der Anteil der erneuerbaren Technologien an der globalen Energiegewinnung stieg von 5,9% im Jahr 2009 auf 13,4% im Jahr 2019. Auch wenn der Anstieg nur langsam voranschreitet, konnte die Emission von geschätzten 2,1 Gigatonnen CO2 vermieden werden.

Quelle: Frankfurt School of Finance & Management
Regierungen und Unternehmen weltweit haben sich verpflichtet, bis 2030 die Kapazitäten für regenerative Stromerzeugung um 826 Gigawatt zu erweitern. Die Kosten dafür liegen schätzungsweise bei 1 Bill. USD. Diese Verpflichtungen bleiben weit hinter dem zurück, was notwendig wäre um den Temperaturanstieg auf weniger als 2 Grad Celsius zu begrenzen. Jedoch könnten die Regierungen die Programme zur wirtschaftlichen Erholung von den Folgen der Corona-Krise nun nutzen, um kostengünstige nachhaltige Technologien zeitnah einzuführen.
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