Veränderung der globalen Haushaltsvermögen
Zum ersten Mal seit der Finanzkrise 2008 ist das globale Vermögen der privaten Haushalte aufgrund von Inflation, steigenden Zinsen und Währungsabwertungen gesunken. Das ist dem 14. Bericht über das globale Vermögen privater Haushalte der Credit Suisse und UBS zu entnehmen.
Im Jahr 2022 schrumpfte das globale Nettovermögen der privaten Haushalte um 11,3 Bio. US-Dollar (2,4 %) auf 454,4 Bio. US-Dollar zum Jahresende. Auch das Pro-Kopf-Vermögen der Erwachsenen verringerte sich um 3.198 US-Dollar (3,6 %) auf 84.718 US-Dollar. Diese Verluste sind jedoch relativ zu sehen, da ein Großteil des Rückgangs auf die Aufwertung des US-Dollar gegenüber vielen anderen Währungen zurückzuführen ist. Bei konstanten Wechselkursen wäre das Gesamtvermögen um 3,4 % und das Vermögen pro Erwachsenen um 2,2 % gestiegen. Dennoch ist dies der geringste Vermögenszuwachs seit 2008, und unter Berücksichtigung von Inflationseffekten ergibt sich ein realer Vermögensverlust von -2,6 %.
Der Bericht deckt das geschätzte Vermögen von 5,4 Milliarden Erwachsenen weltweit ab.

Quelle: UBS (2023)
Finanzielle Vermögenswerte trugen am stärksten zum Rückgang der Vermögenswerte bei, während sich nichtfinanzielle Vermögenswerte (vor allem Immobilien) trotz des raschen Zinsanstiegs als widerstandsfähig erwiesen. Allerdings könnten sich die relativen Beiträge von finanziellen und nichtfinanziellen Vermögenswerten im Jahr 2023 umkehren, wenn die Immobilienpreise als Reaktion auf höhere Zinssätze fallen.
Die Vermögensverluste in Höhe von 10,9 Bio. US-Dollar sind auf wohlhabendere Regionen wie Nordamerika und Europa zurückzuführen. Der asiatisch-pazifische Raum verzeichnete Verluste von 2,1 Bio. US-Dollar, während in Lateinamerika das Vermögen um 2,4 Bio. US-Dollar anstieg.
Die globale Vermögensungleichheit hat sich bis 2022 verringert, wobei der Vermögensanteil der weltweit reichsten 1 % auf 44,5 % gesunken ist. Die Zahl der Dollarmillionäre ging weltweit um 3,5 Millionen auf 59,4 Millionen zurück.
Die Generation X und Millennials haben in den USA und Kanada relativ gut abgeschnitten, konnten sich aber dem allgemeinen Rückgang nicht entziehen.

Quelle: UBS (2023)
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