US-Loan-Markt stabilisiert sich
Im ersten Quartal 2023 erreichte der US-amerikanische Leveraged-Loan-Markt ein Volumen von 49,5 Mrd. US-Dollar – ein Anstieg von 40 % gegenüber dem Vorquartal und mehr als doppelt so viel wie zu Zeiten des Tiefstandes zum Ende des dritten Quartals 2022. Wesentlicher Treiber waren Refinanzierungsaktivitäten, wohingegen die Volumina mit M&A-Bezug weiter zurückgingen, schreibt die Investmentbank William Blair in einer Marktanalyse.

Quelle: William Blair
Obwohl in einer Umfrage unter Leveraged Finance Professionals jeweils rund zwei Drittel der Befragten sagen, dass das Pricing weiter zugenommen hat und sich Leverage und Terms weiter verengt haben, ist ein leichter Trend in Richtung Stabilität zu erkennen. Dies wird gestützt durch die Erwartungen von mehr als der Hälfte der Befragten, die davon ausgehen, dass sich Pricing, Leverage und Terms im ersten Halbjahr 2023 nicht weiter verändern.

Quelle: William Blair
Im Umfeld hoher Zinsen, Rezessionssorgen und der Bankenkrise in den USA sind die Gläubiger bei der Kreditvergabe konservativ geblieben. Im Vergleich zum letzten halben Jahr haben Default-Ereignisse bei 43 % der Befragten zugenommen. Auch für den Rest des Jahres rechnen 83 % der Gläubiger mit einer Fortsetzung dieser Entwicklung. Weitere Themen, die eine wichtige Rolle spielen werden, sind die Volatilität der Zinssätze und der Einfluss auf die Cash Flows, gesamtes M&A-Volumen, Timing, Dauer und Auswirkungen einer möglichen Rezession sowie weiterhin negative makroökonomische Einflüsse, insbesondere Inflation.
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