Transformation der Arbeitsmärkte – Implikationen für Investoren
Die tiefgreifenden strukturellen Veränderungen auf den Arbeitsmärkten haben makroökonomische und investitionsbezogene Implikationen, die PGIM in einem Bericht vorstellt.
Einer der vier Treiber ist die demografische Entwicklung, die sich regional sehr unterschiedlich auswirkt. In den Industrieländern altert die Erwerbsbevölkerung massiv, was zu einem Rückgang des Unternehmertums und der Arbeitskräftemobilität führen wird. Im Gegensatz dazu wird die Erwerbsbevölkerung in Südasien und Subsahara-Afrika massiv zunehmen. Die potenzielle demografische Dividende wird jedoch durch schwache Institutionen, fragile Volkswirtschaften, geringe Investitionen in Humankapital und erhebliche klimatische Herausforderungen gefährdet.
Weitere Treiber des Arbeitsmarktwandels sind das wachsende Risiko struktureller Arbeitslosigkeit, die Verlagerung der Arbeitskräftenachfrage aufgrund des technologischen Wandels sowie die Verlangsamung der Globalisierung.
Die Autoren prognostizieren, dass ein schrumpfendes inländisches Arbeitskräfteangebot die Löhne in die Höhe treiben und Inflationsdruck erzeugen wird. Zudem könnte die Alterung der Erwerbsbevölkerung potenzielle und tatsächliche Wachstumsraten verringern und sich negativ auf Investitionen, Innovation und technologische Fortschritte auswirken, die das Wachstumspotenzial beeinflussen. Weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter und mehr Menschen, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, bedeuten geringere Steuereinnahmen und höhere Staatsausgaben für Gesundheit, Renten und andere Altersversorgungsleistungen.
Sektoren, die maßgeblich von dem Inputfaktor Arbeit abhängen, sind das Bildungswesen, der Hochbau und die Gebäudeinstandhaltung sowie einige Teile des Gesundheitswesens. Unternehmen, die in der Lage sind, Technologie zur Steigerung der Produktivität zu nutzen sowie inherent zukunftsorientierte Branchen – wie erneuerbare Energien und Cybersicherheit – können von der Entwicklung profitieren.

Quelle: PGIM (2023)
In den EMEA Regionen sind kleine Länder wie Schweden oder die Schweiz gut positioniert. Während afrikanische Spitzenreiter wie Südafrika, Ägypten oder Nigeria im Vergleich zu anderen Ländern eine günstige demografische Entwicklung aufweisen, schneiden sie bei der Qualität der Arbeitskräfte, der Produktionskapazität und der allgemeinen Attraktivität für ausländische Investoren schlecht ab.

Quelle: PGIM (2023)
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