Systemische Risiken durch Krypto-Assets in der EU
In einem Bericht des Europäischen Systemrisikorats (ESRB) werden die potenziellen systemischen Risiken und politischen Handlungsoptionen im Zusammenhang mit Krypto-Assets und dezentralisierter Finanzierung (DeFi) beleuchtet. Es wird betont, dass trotz des Markteinbruchs im November 2021 und der derzeit nicht systemrelevanten Größe und Verflechtungen des Krypto-Marktes, das Potential für ein zukünftiges systemisches Risiko besteht. Die Handelsaktivitäten auf dem Krypto-Markt sind stark konzentriert. Die drei größten Plattformen in der EU machen über 85 % des täglichen Handelsvolumens aus.

Quelle. ESRB
Er werden drei systemische Risikoszenarien abgeleitet. Erstens das Risiko eines Runs auf Stablecoins, bei dem ein plötzlicher und massiver Abzug von Investitionen die Stabilität gefährden könnte. Zweitens die Gefahr, die von einer zunehmenden Verflechtung von Krypto-Assets mit dem traditionellen Finanzsystem ausgeht, was zu einer Übertragung von Schocks zwischen den Sektoren führen könnte. Drittens besteht das Risiko einer weitreichenden Verwendung von Krypto-Assets für alltägliche Transaktionen, was traditionelle Währungen verdrängen, und die finanzielle Stabilität untergraben könnte, insbesondere bei einem plötzlichen Wertverlust der Krypto-Assets. Der Bericht betont die Bedeutung der Überwachung dieser Entwicklungen durch die Regulierungsbehörden, um das Finanzsystem stabil zu halten.

Quelle. ESRB
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