29.11.2023 | Studie

Real-Estate-Trends in Kanada und den USA

PwC und das Urban Land Institute haben eine Studie zu Trends sowie Prognosen für Immobilien in den USA und Kanada veröffentlicht. Neben der Marktentwicklung werden auch einzelne Immobiliensektoren detailliert betrachtet.
Mehr als die Hälfte der Befragten rechnet bis 2024 mit einen Rückgang der Inflation, ein weiteres Drittel geht zumindest von einer Stabilisierung aus.
Die jüngsten und weiter erwarteten Preisrückgänge führen aktuell zu den höchsten Kaufabsichten seit dem Jahr 2010, da sie einen günstigen Einstiegszeitpunkt darstellen. Das Transaktionsvolumen im ersten Halbjahr 2023 liegt jedoch immer noch um 26,1 % unter dem Durchschnitt der ersten Halbjahre 2015-2019. Im Bürosektor sind die Verkäufe zwischen im gleichen Zeitraum sogar um mehr als 60 % zurückgegangen. Trotz dieser Herausforderungen sind viele Branchenvertreter leicht optimistisch.
Für die Studie wurden 600 Personen, die in der Immobilienbranche tätig sind, ausführlich interviewt und 1.260 Personen in einer standardisierten Umfrage befragt.


Quelle: PwC (2023)

Die durchschnittlichen Investitionsaussichten für alle Sektoren stiegen leicht von 3,26 auf 3,37 - der zweithöchste Wert seit 2016. Die Befragten bevorzugten die Immobilienart Wohnen, wobei Mehrfamilienhäuser besser bewertet wurden als Einfamilienhäuser. Die Aussichten für den Einzelhandel werden ebenfalls positiv beurteilt. Der Score stieg um mehr als 14% (42 bps), was den mit Abstand stärksten Anstieg in einem Immobiliensektor innerhalb eines Jahres seit mehr als einem Jahrzehnt darstellt. Der Sektor Industrie/Vertrieb fiel nach langjährigem Wachstum mit -1,5 % auf den dritten Platz zurück, was auf den Rückgang der Nachfrage nach Industrieflächen zurückzuführen ist. Der Einbruch der Investorennachfrage nach Büroimmobilien spiegelt sich in der mit 2,6 % niedrigen Bewertung des Bürosektors wider. Hotels blieben in diesem Jahr in etwa stabil.


Quelle: PwC (2023)

Die Befragten in Kanada nahmen mehrheitlich an, dass die Zinsen länger hoch und die Immobilienentwicklungs-, Investitions- und Transaktionsaktivitäten bis 2024 schwach bleiben werden. Die Studienteilnehmer sind selbst in den am stärksten nachgefragten Sektoren wie Gewerbeimmobilien und Wohnimmobilien vorsichtig.


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