Private-Equity-Aktivität im ersten Halbjahr 2024
Das Fundraising in Europa ist im ersten Halbjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 16 % gestiegen, getrieben durch die Segmente Buyout und Growth, wie die Netzwerkorganisation Invest Europe analysiert. Dennoch blieb das Fundraisingvolumen hinter dem der zweiten Jahreshälfte 2023 zurück.
Risikokapitalfonds sammelten 6,2 Mrd. EUR ein, was trotz einer leichten Erholung im Vergleich zum vorherigen Halbjahr einem Rückgang von 25 % im Jahresvergleich entspricht.
Buyout-Finanzierungen stiegen um 32 % auf 40,3 Mrd. EUR und Wachstumsfonds sammelten 10,7 Mrd. EUR ein, das ist ein Anstieg von 20 %. Es wurden 366 Finanzierungsrunden abgeschlossen, 18 % weniger als im Vorjahr.
Die Analyse basiert auf Daten der European Data Cooperative.
All Private Equity – Funds raised by fund stage focus (Time series – Incremental amount raised during the year 10)

Quelle: Invest Europe (2024)
Die gesamten Eigenkapitalinvestitionen fielen mit 39,6 Mrd. EUR auf den niedrigsten Stand seit 2018. Während Venture-Capital-Investitionen deutlich zulegten, gingen Buyout- und Wachstumsinvestitionen im Vergleich zu 2023 um -38 % bzw. -27 % zurück. Im Buyout-Sektor dominierten Investments in Geschäftsprodukte und Dienstleistungen, während im Growth-Segment die Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Konsumgüter die größten Mittelzuflüsse verzeichneten.
All Private Equity – Investments by sector Time series – Investments – Market Statistics - Amount

Quelle: Invest Europe (2024)
Die Desinvestitionen sanken um 18 % auf 14,1 Mrd. Euro. Unternehmensverkäufe und Verkäufe an andere Private-Equity-Firmen blieben die bevorzugten Exit-Strategien. Buyouts machten den größten Anteil der Desinvestitionen aus, gefolgt von Wachstums- und Venture-Phasen.
Westeuropäische Länder machten den größten Anteil am Private-Equity-Markt aus, angeführt von Großbritannien, Deutschland und Frankreich. Die nordischen Länder und Südeuropa verzeichneten moderates Wachstum, mit Schwerpunkten auf grünen Technologien und Konsumgütern.
Growth- und Venture-Capital-Fonds sorgten für ein starkes Wachstum der Aktivität in Zentral- und Osteuropa, während die Benelux-Staaten durch mittelgroße Buyout-Transaktionen auffielen. In Südeuropa gingen die Desinvestitionen zurück, was auf längere Haltezeiten hindeutet.
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