20.06.2023 | Märkte

Private Capital zur Anpassung an den Klimawandel in Afrika

Internationale Hilfsorganisationen und Entwicklungsbanken sind die wichtigste Finanzierungsquelle in der Bekämpfung der Klimawandelfolgen in Afrika, zeigt eine umfangreiche Analyse der African Private Equity and Venture Capital Association (AVCA) und des Tony Blair Institutes for Global Change (TBI). In den vergangenen drei Jahren flossen 16,9 Mrd. US-Dollar durch bi- und multilaterale Organisationen in den Sektor. Lokale Regierungen investierten rund 6,7 Mrd. US-Dollar. Der private Sektor inkl. Unternehmen wie Google oder institutionellen Asset Ownern stellte 3,4 Mrd. US-Dollar bereit. Die African Development Bank schätzt die Kosten für die Anpassung an den Klimawandel in Afrika auf 1,3 bis 1,6 Bio. US-Dollar bis 2030.
 


Quelle: AVCA
 

Die afrikanische Private-Capital-Branche hat sich in der Vergangenheit auf die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen konzentriert, was dazu geführt hat, dass überwiegend Deals mit kleineren Beträgen abgeschlossen wurden. Dies zeigt sich auch in der Verteilung innerhalb der Klimainvestitionen, wo 65 % aller Transaktionen ein Volumen von weniger als 10 Mio. US-Dollar aufwiesen. Nur 6 % der privaten Kapitalgeschäfte in klimabezogene Projekte oder Unternehmen zwischen 2012 und 2022 waren größer als 100 Mio. US-Dollar, wobei fast alle Deals in diesem Bereich auf die (Re-)Finanzierung von Infrastrukturprojekten für erneuerbare Energien entfielen.



Quelle: AVCA


Zu den wichtigsten Hürden für stärkeres Wachstum privater Mittelflüsse zählen die begrenzte Anzahl investitionsfähiger Projekte mit kommerzieller Rendite, hohe Risiko-Rendite-Profile, unklare politische Ziele auf nationaler Ebene in Bezug auf Anpassung an den Klimawandel sowie die grundsätzlich schwierige Datenverfügbarkeit.


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