24.09.2019 | Research

Outperformance aktiver Fonds durch ETF-Portfolios

Viele bisherige Forschungsarbeiten haben gezeigt, dass aktive Fonds im Schnitt schlechter laufen als ihre Benchmark. Diese ist aber in den meisten Fällen nicht direkt investierbar, so dass Edwin Elton, Martin Gruber und Andre de Souza in einem Researchpaper statt der Benchmarks ein investierbares ETF-Portfolio zum Vergleich heranziehen. Zunächst zeigen die Autoren, dass sich das Risikoprofil aktiver Fonds durch eine Kombination aus fünf ETFs abbilden lässt. Für den Zeitraum 2004 bis 2018 wurde dann jeweils in Zwei-Jahres-Perioden die Performance des ex-ante zum Risikoprofil des aktiven Fonds passenden ETF-Portfolios mit der Performance der aktiven Fonds selbst verglichen. In 78 % übertreffen die ETFs die aktiven Fonds (sind Leerverkäufe von ETFs möglich, sind es 77 %). Werden zusätzlich Einmalkosten wie Ausgabeaufschläge beim Fondskauf sowie Transaktionskosten berücksichtigt, outperformen die  ETFs in 90 % der Fälle. Der Renditevorteil der ETFs liegt bei 1,37 bis 1,44 % jährlich - je nachdem, welches Verfahren zum Matching von aktiven Fonds und ETFs genutzt wird. Das Sample umfasst 883 US-Aktienfonds.


Quelle: Elton, Gruber, de Souza, 2019

Zusätzlich vergleichen die Autoren die Performance aktiver Fonds mit ETFs auf die im jeweiligen Fondsprospekt genannte Benchmark. Hier liegt die Outperformance-Quote der ETFs bei 72 %, was sich in einem Renditevorteil von 1,01 % jährlich niederschlägt.

 

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